1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Medizin-Studenten lernen in zweiter Reihe im Grünen

  8. >

Uni stellt Standortkonzept für neue Fakultät vor

Medizin-Studenten lernen in zweiter Reihe im Grünen

Bielefeld  (WB). Gegen einen dominanten Komplex, für eine Reihe von Einzelgebäuden für die künftige Medizinische Fakultät hat sich die Universität entschieden. Sieben der acht Gebäude sollen 2026 stehen – dann nämlich sind rund 2000 angehende Mediziner in Bielefeld eingeschrieben.

Burgit Hörttrich

Stellen den Gebäudeplan vor: (von links) Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer, Kanzler Dr. Stephan Becker, Dr. Christian Schepers, Leiter des Facility-Managements der Uni, und Dr. Frank Lohkamp, Geschäftsführer der Medizinischen Fakultät. Foto: Thomas F. Starke

Zum Wintersemester 2021/22 soll das Medizinstudium anlaufen : zunächst im Innovationszentrum Campus Bielefeld (ICB) an der Morgenbreede, das die Uni komplett anmieten will. In unmittelbarer Nachbarschaft ist dann ein weiterer Neubau mit Lehr-, Büro- und Forschungsflächen geplant, der ab 2022 nutzbar sein soll. Baubeginn: 2020.

Die übrigen Gebäude (Seminar, Forschung, Tierhaus, Hörsaal, Anatomie, Büro) sind in zweiter Reihe hinter dem Gebäude Z, dem neuen Hörsaalgebäude, dessen Bau soeben begonnen hat, und der Experimentalphysik an der Straße Konsequenz geplant. Baulicher Abschluss soll nach 2026 mit dem Rückzug der juristischen Fakultät ins Hauptgebäude und dem Abriss des provisorischen Quartiers, des Gebäudes H, ein weiterer Neubau sein.

Rechteckige Struktur

Die Standort-Idee, so Kanzler Dr. Stephan Becker, sei es, das Hauptgebäude als Dominante des Campus zu betonen, alle anderen Gebäude wie etwa auch das Gebäude X mit der Mensa in einer rechteckigen Struktur (Loop) anzusiedeln. Der Campus, so die Vision, solle autofrei sein, die Erschließung ausschließlich durch die Stadtbahn, Busse, Fahrrad und zu Fuß erfolgen. Die Studierenden würden von der Stadtbahnhaltestelle durch das Uni-Hauptgebäude auf den „Campus Süd“ unterhalb der Wertherstraße geführt. Diese Führung werde im zweiten Sanierungsabschnitt des Hauptgebäudes umgesetzt.

Die Gebäude der künftigen Medizinischen Fakultät hätten, so Uni-Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer, 33.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche, würden als „Uni am Hang“ in die Landschaft eingepasst. Die Finanzierung steht: Das Land stellt für die Medizin-Fakultät mit 2000 Studierenden ab 2026 465 Millionen Euro zur Verfügung.

Autofreiheit „kein Problem“

Probleme durch die Autofreiheit sieht Becker nicht. Ohnehin kämen 90 Prozent der Studenten mit Bus und Bahn (60 Prozent der Beschäftigten); die Parkplätze seien auch zu Spitzenzeiten zu maximal nur 82 Prozent ausgelastet. Deshalb sollen perspektivisch auch die drei baufälligen Park-Paletten abgerissen und durch ein kompaktes Parkhaus auf kleinerer Fläche ersetzt werden. Die neuen Gebäude für die angehenden Mediziner würden „auf Lücke“ gesetzt, um „Plätze im Grünen“ und „Bewegungsflächen“ zu schaffen. Auch eine zweite Mensa/Cafeteria soll es auf dem Campus Süd geben.

Für Sagerer ist es wichtig, dass die Medizinische Fakultät zu einem „integralen Bestandteil der Universität“ wird. Dass an der Universität künftig angehende Ärzte ausgebildet werden können, sei eine bedeutende Entwicklung für die gesamte Region. Sagerer: „Ein Meilenstein.“

Startseite