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Bundesweit registrieren Versicherer 2018 aber die niedrigste Fallzahl

Mehr Autodiebstähle in OWL

Bielefeld (WB). Während bundesweit und in NRW die Zahl der Autodiebstähle 2018 zum Vorjahr deutlich gesunken ist, sind in OWL mehr Fahrzeuge gestohlen worden. Den Versicherern wurden 333 Diebstähle kaskoversicherter Autos gemeldet. 2017 waren es nur 299.

Oliver Horst

Ein Polizeibeamter demonstriert, wie ein Autodieb für gewöhnlich vorgeht. Foto: dpa

Hinzu kommen noch entwendete Fahrzeuge, die nur haftpflichtversichert waren und somit bei Diebstahl nicht von der Versicherung ersetzt wurden. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden bundesweit im vergangenen Jahr mit 15.037 kaskoversicherten Kraftwagen so wenige gestohlen wie nie seit der Wiedervereinigung. Gegenüber dem Vorjahr registrierte der GDV einen Rückgang um 14 Prozent oder 2456 Fälle. Der Schadenaufwand der Versicherer reduzierte sich derweil nur um 7,8 Prozent auf 298,4 Millionen Euro. Im Schnitt wurden pro Fall 19.846 Euro gezahlt – sieben Prozent mehr als 2017. Das spricht für den Trend, dass die Diebe verstärkt teurere Autos entwenden. Zum Vergleich: 2008 zahlten die Gesellschaften bei 16.134 Fahrzeugdiebstählen nur 175,7 Millionen Euro.

Die polizeiliche Statistik inklusive der nur haftpflichtversicherten Fahrzeuge weist derweil einen Rückgang um 9,1 Prozent auf 30.232 Autodiebstähle aus. In OWL dagegen stieg die Zahl laut Kriminalitätsstatistik etwa in Bielefeld um 30 Prozent auf 129 Fälle oder im Kreis Minden-Lübbecke sogar um 42 Prozent auf 115 Diebstähle. Einen deutlichen Rückgang gab es derweil im Kreis Höxter von 21 auf nur noch 15 Fahrzeuge.

Berlin ist die Hochburg der Autodiebe

Den Versicherern wurden in Bielefeld 79 nach im Jahr zuvor 56 Diebstähle kaskoversicherter Autos gemeldet – ein Zuwachs von 41 Prozent. Die Diebstahlquote pro 1000 Pkw stieg im Jahresvergleich von 0,4 auf 0,6. Im Schnitt wurden den Besitzern 15.256 Euro erstattet – nach 11.500 im Vorjahr. Im übrigen OWL stieg die Zahl der regulierten Autodiebstähle von 243 auf 254. Auch hier stiegen die Zahlungen der Versicherer von durchschnittlich knapp 14.200 auf nun 19.744 Euro. Mit einer Quote von 0,3 Diebstählen je 1000 Autos gehört Rest-OWL zu den Regionen mit den niedrigsten Diebstahlhäufigkeiten.

Bundesweit liegt die Quote bei 0,4. Den Wert weist auch NRW nach einem Rückgang der Diebstähle kaskoversicherter Autos um 6,1 Prozent von 3729 auf 3501 auf. Die Schadensumme stieg im Schnitt von 20.000 auf 22.571 Euro. Die Polizeistatistik zeigt für NRW ein Minus von 9,1 Prozent auf insgesamt 30.232 gestohlene Autos.

In der GDV-Rangliste bleibt Berlin die Hochburg der Autodiebe mit 3,1 Fällen pro 1000 Pkw – trotz eines Rückgangs um 14 Prozent. Es folgen Hamburg (1,4) und Brandenburg (1,1). In Hamburg ist der durchschnittliche Schaden mit 25.209 Euro am höchsten, in Rheinland-Pfalz mit 13,679 Euro am niedrigsten.

Das sind die bei Autodieben beliebtesten Modelle

Bei den Kriminellen standen auch 2018 nach Angaben des GDV insbesondere SUVs und teure Limousinen hoch im Kurs. Das Modell mit der höchsten Diebstahlrate war der Mazda CX-5 2.2 D AWD. Auf den Spitzenplätzen folgen mehrere X-Modelle von BMW. Ebenfalls häufig gestohlen wird der Toyota RAV4 Hybrid und der Prius Hybrid 1.8. Der Mercedes-Benz ML 63 AMG und der GL 350 CDI 4Matic stehen ebenso auf der Liste wie der Audi Q7 3.0 TDI oder RS6 Avant 4.0 TSFI sowie der Range Rover 3.0 TD. Die Marken mit den höchsten Diebstahlraten im Verhältnis zu den zugelassenen Autos sind Ford USA (etwa mit dem Edge 2.0 TDCI), Mazda, Land Rover, Porsche sowie Tesla.

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