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Vor allem Tagungs- und Kongressgeschäft bringt Reisende nach Bielefeld

Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

Bielefeld (WB). Bielefelds Hotels hatten im vergangenen Jahr so viele Gäste wie nie zuvor, weil die aber nur noch im Durchschnitt 1,8 Nächte blieben, ging die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zu 2017 geringfügig zurück.

Burgit Hörttrich

679.000 Mal mussten 2018 in Bielefelds Hotels Betten gemacht werden – wie es hier Meike Höner im Légère-Hotel tut. Foto: Bernhard Pierel

Die Zahlen: 376.401 Gäste übernachteten in den 60 Bielefelder Hotels und Pensionen (+ 3,3 Prozent), bleiben insgesamt 679.903 Nächte (- 3,6 Prozent oder minus 25.000 Übernachtungen). Diese Zahlen ermittelte das Landesamt für Information und Technik.

Martin Knabenreich und Gabriela Lamm (Bielefeld Marketing) sprechen bei der Gästezahl von einer »Bestmarke«, Regine Tönsing (Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes OWL) von einer positiven Entwicklung: »Knapp 15.000 Gäste mehr als 2017.«

Mit 705.245 Übernachtungen sei allerdings 2017 auch ein Allzeithoch erreicht worden, so Knabenreich. Statistisch erfasst werden die Zahlen seit 1980, damals lag die Übernachtungszahl bei 265.369. Gabriela Lamm, Leiterin des Kongressbüros der Bielefeld Marketing, sagt, dass die guten Zahlen allerdings nicht dem Tourismus zu verdanken seien, sondern Geschäftsreisenden: »Vier von fünf Hotelgästen kommen beruflich nach Bielefeld.« Auch wegen der Tagungen und Kongresse. Dazu zählten im vergangenen Jahr, so Gabriela Lamm, etwa der Bundeskongress Soziale Arbeit, die Intensivfortbildung Kleintierpraxis oder die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie mit jeweils rund 1000 Teilnehmern oder die Jahreshauptversammlung des Deutschen Alpenvereins mit 800 Teilnehmern.

September ist der stärkste Monat

Der stärkste Monat sei traditionell der September, so Bielefeld Marketing-Chef Martin Knabenreich: »Da wurden im vergangenen Jahr sogar zwei große Kongresse abgesagt, weil die nötige Anzahl an Hotelzimmern nicht verfügbar war.« Knabenreich sagt, dass Bielefeld als Tagungsort nicht zuletzt auch geschätzt werde, weil (fast) alles zu Fuß erreichbar sei. Während der Schulferienmonate gebe es aber »Luft nach oben«. Regine Tönsing lobt die Hotellerie: »Es ist viel investiert worden: in neue Betriebe und die Komplett-Sanierung von Traditionshäusern.«

2018 sei die Anzahl von Bielefeld-Besuchern aus dem Ausland kräftig angestiegen – um 11,1 Prozent auf 62.367. Jeder sechste Hotelgast komme somit aus dem Ausland. Die stärkste Besuchergruppe stellten die Niederländer (8509 Gäste), vor den Briten (4576), den Spaniern (4049) und den US-Amerikanern (3769). Die Zahl der Übernachtungen der ausländischen Gäste sei jedoch ebenfalls leicht auf 127.719 (-3,2 Prozent) gesunken.

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