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Blitzer in Bielefeld lösten im Vorjahr 20 Prozent mehr aus als 2019 – weniger Falschparker

Mehr Raser, weniger Einnahmen

Sorgt Corona für mehr Raser im Straßenverkehr? Legt man die vom Bielefelder Ordnungsamt veröffentlichten Zahlen der acht stationären innerstädtischen Blitzer zugrunde, dann scheint es so, denn diese lösten im vergangenen Jahr gut 20 Prozent öfter aus als 2019. Knapp 25.000 mal gab es teure Fotos für Raser.

Heinz Stelte

Der ertragreichste innerstädtische Blitzer steht auf dem OWD an der Abfahrt Johannistal. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld(WB)Am häufigsten auf dem Ostwestfalendamm an der Ausfahrt Johannistal in Fahrtrichtung Quelle. 6356 Fahrzeuge waren dort 2020 zu schnell. Der „Rekordhalter“ passierte mit 173 km/h die Blitzeranlage.

Auf Platz zwei der innerstädtischen Radaranlagen war die Anlage auf der Herforder Straße in Höhe Zurbrüggen (4928) vor der Anlage im OWD-Tunnel stadtauswärts (3588). Dort wurde ein Fahrzeugführer sogar mit 190 km/h gemessen, erlaubt sind dort 60. Deutlich abgenommen hat die Zahl der Raser an der Lageschen Straße. Wurden dort 2019 noch 2793 Pkw geblitzt, waren es im Vorjahr noch 643.

Weiter abgenommen hat die Zahl der Verstöße am sogenannten „A2-Blitzer“ auf der Autobahn, einstmals Deutschlands ertragreichste Überwachungsanlage. Dort wurden im Vorjahr 92.203 Fahrzeuge geblitzt, etwa 23.000 weniger als 2019. Seit Bestehen der Anlage wurden dort 2, 14 Millionen Fahrzeuge geblitzt. Deutlich mehr Fahrzeugführer als 2019 wurden im Vorjahr auch durch mobile Blitzer erfasst (36.670).

Auch wenn die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße 2020 insgesamt zunahm, sind die Einnahmen der Stadt rückläufig. 5,53 Millionen Euro brachten die Verstöße auf der A2 der Stadt ein (etwa eine Million Euro weniger als 2019), 3,42 Millionen Euro die Verwarngelder aus kommunalen Blitzern (plus 500.000).

Polizeianzeigen sorgten für 1,86 Millionen Euro zusätzliche städtische Einnahmen. Deutlich rückläufig waren die Einnahmen aus Parkverstößen, sie fielen von knapp drei Millionen Euro in 2019 auf 2,46 Millionen. Die Zahl der Verstöße sank von 179.533 auf 135.037 im Vorjahr. Ein Grund könnte sein, dass sowohl beim Lockdown im Frühjahr als auch im Herbst/Winter teilweise keine Knöllchen geschrieben worden waren.

Relativ konstant blieb mit 1507 die Zahl der 2020 abgeschleppten Fahrzeuge.

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