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Aus im Halbfinale: Das TV-Abenteuer des Bielefelders Sion Jung (17) bei „The Voice of Germany“ ist beendet

„Meine Reise als Musiker beginnt ja erst“

Bielefeld

Der Traum vom Einzug ins Finale bei der TV-Show „The Voice of Germany“ ist für den Bielefelder Sion Jung geplatzt, dafür ist der 17-Jährige um viele Erfahrungen reicher.

Arndt Wienböker

Seine Teilnahme bei „The Voice of Germany“ hat sich für Sion Jung auf jeden Fall gelohnt: „Ich habe viele tolle Erfahrungen gesammelt.“ Foto: Foto: ProSiebenSAT.1/Richard Hübner

„Ich bin auch gar nicht enttäuscht, sondern einfach nur happy, dass ich so viele tolle Erfahrungen machen konnte. Die Reise bei ‚The Voice‘ ist für mich vorbei, aber meine Reise als Musiker beginnt ja gerade erst“, sagt Sion Jung am Montag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Im Halbfinale, das am Sonntagabend live aus Berlin übertragen wurde, fehlten dem Marienschüler aus Bielefeld am Ende weniger als sechs Prozent der Stimmen der TV-Zuschauer, um ins Finale der besten fünf Talente einzuziehen. Letztlich bekam er für seinen Auftritt mit dem Song „Mood“ des amerikanischen Rappers 24kGoldn feat. Iann Dior 44,4 Prozent der Stimmen – die Zuschauer konnten per Telefon, SMS oder online abstimmen. Sein Konkurrent Tosari „Tosi“ Udayana (20) aus dem Team von Coach Mark Forster erhielt mit dem Song „It‘s Gonna Be Me“ von NSYNC 55,6 Prozent und zog entsprechend ins Finale ein. „Ich habe mich für Tosi gefreut und hatte ehrlich gesagt auch damit gerechnet“, erklärt Sion Jung.

Der Bielefelder musste gesundheitlich angeschlagen in die Live-Show gehen. „Ich habe mir eine Erkältung mit Halsschmerzen und Heiserkeit eingefangen. Darum konnte ich die hohen Töne nicht richtig kontrollieren. Ich habe auf der Bühne dann einfach Spaß gehabt und meinen Auftritt genossen.“

Das kam auch bei den prominenten Coaches gut an. „Das war locker und freudig“, lobte Mark Forster den Auftritt seines Schützlings. Zuvor hatte Forster dem Bielefelder bereits ein dickes Kompliment ausgesprochen: „Sion ist ein Wunderkind. Ich habe selten jemanden erlebt, der so durch und durch Musik ist.“ Auch Nico Santos lobte die Entwicklung des 17-Jährigen: „Du bist hier aufgegangen wie eine Blume.“ Yvonne Catterfeld freute sich mit Sion, „dass du dich durch die Musik öffnen kannst“. Stefanie Kloß (Silbermond) zollte beiden Forster-Talenten höchste Anerkennung: „Ihr seid beide eine Bereicherung für diese Sendung.“

Nach der Show hat Sion Jung dann noch mit den anderen Talenten und auch den Coaches zusammengesessen – alles unter strikter Einhaltung der notwendigen Corona-Maßnahmen. Dann ging es ins Hotel. Nach einer kurzen Nacht in Berlin machte sich der 17-Jährige am Montagmorgen dann gemeinsam mit seinen Eltern („Wenn sie dabei sind, fühle ich mich ruhiger und geborgener“) auf die Heimfahrt nach Bielefeld. Und was nimmt er mit aus seinem TV-Abenteuer? „Sehr viel“, sagt Sion Jung: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit komme. Ich bin viel offener zu Menschen und auch viel selbstbewusster geworden.“

Jetzt kehrt der angehende Abiturient zunächst einmal zurück in den Alltag, seine Reise als Musiker wird auf jeden Fall weitergehen. „Ich bin dabei, einige Singles und vielleicht auch ein Album aufzunehmen. Dabei möchte ich mein eigenes Ding machen und meine Vielseitigkeit zeigen.“

Und was macht Sion Jung am kommenden Sonntag während des Finales von „The Voice of Germany“? „Dann sitze ich zuhause vor dem Fernseher und werde für Tosi voten. Er ist einer meiner besten Kumpels geworden. Ich gönne aber jedem der fünf Talente den Sieg.“

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