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Frauenkarneval in Bielefeld-Schildesche mit mehr als 200 verkleideten Gäste im Hot

Mit »Schilau« rein ins närrische Treiben

Bielefeld (WB). Mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm lockt der Karneval der katholischen Frauen aus der Gemeinde St. Johannes Baptist Bielefeld-Schildesche Jahr um Jahr in den Saal des HoT. So auch jetzt, wo es unter dem Motto »mit großem Knall und lauter als der Glockenschall« hoch herging.

Volker Zeiger

Bester Laune: Die »Cocktailkirschen« mit Sandra Bokuschewski, Renate Mikosch, Heike Hauk, Katja Guhl, Stephanie Wenzel, Heike Kiesel, Michaela Höcker und Carola Rigoni präsentieren sich hier mit Popcornhütchen und fiebern ihrem Tanzauftritt entgegen. Foto: Volker Zeiger

Vier Frauengruppen aus der Schildescher Gemeinde sorgten mit ihren Darbietungen für Heiterkeit und bekamen stürmischen Beifall von den allesamt verkleideten 203 Besucherinnen. Die »Altbewährten«, die »flotten Vierziger«, die »Cocktailkirschen« und die »falschen Fuffziger« traten mit neuen Einlagen in einem gut halbstündigen Rhythmus auf.

Zu sehen waren nach dem Gruß »Schilau« statt »Helau« gut gemachte Sketche und mimische Einlagen der »Altbewährten« und ihrer Show über einen Friseursalon, dazu gab es die passende Musik »Figaro«. Die »flotten Vierziger« unterhielten mit einer Parodie auf eine durstige Putzkolonne.

Die »Cocktailkirschen«, ein hervorragend aufeinander abgestimmtes Team – genauso wie die anderen Frauengruppen – überboten sich bei ihrem Auftritt: »Wir wollen die Puppen tanzen lassen«, ermunterte die Akteurin Carola Rigoni die Anwesenden und hatte nicht zu viel versprochen, denn auf der Tanzfläche ging es mit den »Cocktailkirschen« richtig zur Sache. Sie tanzten zu Sambaklängen eigene Choreografien, die schon seit Herbst vorigen Jahres einmal wöchentlich einstudiert worden waren. Den Einsatz war es wert: Am Ende der viertelstündigen Show belohnten die Gäste ihre Tänzerinnen mit lautstarkem Beifall und Gejohle und den Rufen nach einer Zugabe. Klar, dass diese ohne große Umschweife folgte.

Auf die Büttenrede verzichtet

Zwischen den Auftritten der Gruppen blieb für die Frauen im Alter von 20 Jahren an aufwärts genug Zeit, sich auf der Tanzfläche auszutoben. Der Band »Funkey-Music« mit den Musikern Ralf Heuter und Peter Breitenbach – übrigens die einzigen Männer beim Schildescher Frauenkarneval –gelang es stets, mit den passenden Songs die Stimmung bis zum grandiosen Finale weit nach Mitternacht noch mehr anzuheizen.

Einzig auf die Büttenrede mussten die Frauen im Saal dieses Mal verzichten, weil die Akteurin krank war. Daher kam das diesjährige Motto »mit großem Knall und lauter als der Glockenschall« zu kurz. Bekanntlich wird für die katholische Kirche St. Johannes Baptist eine neue Glocke gewünscht. Ob sie kommt, bleibt offen, war am Freitagabend zu hören.

Stattdessen sprachen Ursula Pohl, Rita Oberfeld und Elisabeth Niehaus Klartext über das, wofür sich die katholischen Frauen auch einsetzen: »Für umfassende Aufklärung der Fälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche«. Zudem machen sie sich für mehr Frauen in Weiheämtern stark.

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