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Abiturient aus Bielefeld gründet eigenes Social-Media-Unternehmen und will anderen zu mehr Kunden verhelfen

Mit Web-Strategie den Umsatz steigern

Bielefeld (WB)

„Wir helfen deinem Unternehmen, in der Social-Media-Welt Fuß zu fassen.“ Damit werben drei Abiturienten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, lokale Unternehmen beim Aufbau, der Pflege und der Weiterentwicklung ihrer Social-Media-Kanäle zu unterstützen. Deshalb gründete der Bielefelder Jona Pakebusch das Dienstleistungsunternehmen „PA-Marketing & Consulting“.

Arndt Wienböker

In seinem Arbeitszimmer in Bielefeld-Schildesche tüftelt Jona Pakebusch (18) passende Social-Media-Auftritte für lokale Unternehmen aus. Foto: Thomas F. Starke

„Wir beraten und betreuen kleinere Unternehmen, damit sie über Social Media neue Kunden gewinnen können und Bestandskunden weiter an sich binden“, erklärt Jona Pakebusch. Wir, das sind neben dem 18-Jährigen selbst noch sein Schulfreund David Peters (17) und Cousin Jan Meyer (18). Alle drei machen in diesem Sommer ihr Abitur – Pakebusch und Peters am Bielefelder Carl-Severing-Wirtschaftsgymnasium; Meyer in Hamburg, wo der gebürtige Bielefelder seit einigen Jahren mit seiner Familie lebt.

Die Webpräsentation sei ein „super spannendes Thema“, sagt Jona Pakebusch. Und wenn es richtig gemacht werden soll, ein sehr zeitintensives. Etwa 25 Stunden in der Woche investiert der junge Firmengründer in das ebenfalls noch junge Unternehmen (www.pa-marketing-consulting.de). Täglich findet ein Austausch mit seinen beiden Mitstreitern statt. „Sonntag ist unser fester Meeting-Tag. Dann schalten wir uns von 10 bis etwa 15 Uhr zusammen“, berichtet Pakebusch.

Die Idee für die Gründung eines eigenen Start-ups kam ihm im vergangenen Sommer. Doch da Pakebusch zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war, musste er noch ein paar Monate ausharren. Am 1. November 2020, zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag, war es dann soweit. „Wir hatten alles vorbereitet und brauchten nur noch auf Abschicken drücken.“

Jona Pakebusch

Seitdem bieten die drei Abiturienten in der schnelllebigen Welt des Internets ihren Service an. „Ein paar Bilder posten kann jeder. Und viele denken, damit ist es getan. Um sich in den Sozialen Medien aber professionell aufzustellen, braucht man eine Strategie; ein Branding“, erklärt Pakebusch. „Wir wollen dafür sorgen, dass Unternehmen durch ihre Social-Media-Präsenz einen Mehrwert erlangen.“ Das sei gerade jetzt in der Zeit des Lockdowns wichtig.

Marketing auf der Homepage oder über Instagram betreiben, um so neue Kunden gewinnen zu können, lautet eine Intention. „Kontinuität, Struktur und Kundenbindung“ seien die wichtigsten Säulen, um sich erfolgreich im Netz zu präsentieren. Mit dem Ziel, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, neue Follower zu gewinnen und so den Umsatz zu steigern.

Wann poste ich was? Wie gestalte ich die Seiten, damit sie den User ansprechen und im Gedächtnis bleiben? „Das ist die Kunst. Und dahinter stecken viele Algorithmen“, erklärt Pakebusch.

Jona Pakebusch

Durch Online-Coaching und Video-Recherche hat sich das Trio das nötige Wissen angeeignet, um Content so zu erstellen, dass dieser sich positiv auswirkt. Dabei nehmen Jona Pakebusch, David Peters und Jan Meyer die Betriebe mit ins Boot. „Uns ist ein familiäres Umfeld wichtig – und ein eigenes Profil, damit Unternehmen ihre Zielgruppe erreichen. Wir tauschen uns regelmäßig mit unseren Partnern aus und führen einmal im Monat ein Analyse-Gespräch.“ Mit zwei Unternehmen aus der Gastronomie und einem Friseursalon seien bereits langfristig Verträge geschlossen worden. „Social Media kann man nicht in einem Monat aufbauen. Erste Ergebnisse werden etwa nach zwei Monaten sichtbar“, sagt Pakebusch.

Sollte sich das junge Start-up positiv weiterentwickeln, kann sich der 18-Jährige darin auch seine berufliche Zukunft vorstellen. „Es macht enorm viel Spaß“, sagt Pakebusch. Anders als in seinem Aushilfsjob in einem Bielefelder Burger-Laden, den er Ende des vergangenen Jahres aufgegeben hat.

Das „Macher-Gen“ scheint Jona Pakebusch jedenfalls in sich zu tragen. „Während meiner Realschulzeit habe ich den Schüler-Kiosk geleitet. Da habe ich schon gemerkt, dass mir sowas liegt und viel Spaß bereitet.“

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