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Angreifer attackierte in Quelle zwei Opfer – Anwohner überwältigten 37-Jährigen

Nach Macheten-Angriff: Mann in Psychiatrie

Bielefeld (WB/uko). Der 37-jährige Macheten-Mann, der am Mittwochabend zwei Anwohner an der Erwinstraße attackiert und mit verletzt hatte, sitzt seit Donnerstag in der Klinik Gilead IV in Bethel ein.

Symbolbild. Foto: dpa

Nach dem WESTFALEN-BLATT vorliegenden Augenzeugenberichten begannen die Attacken am Mittwochabend gegen 18.50 Uhr an der Erwinstraße in Quelle. Die Straße befindet sich südwestlich der Osnabrücker Straße in Höhe des »Schlichtes Hofes«. Hier soll der 37-Jährige mit Machete und Baseballschläger bewaffnet aufgetaucht sein und in der Folgezeit zwei Anwohner angegriffen haben. Polizeisprecher Achim Ridder: »Ein Mann erhielt von ihm zwei Schläge mit dem Baseballschläger auf den Kopf, das andere Opfer wurde mit der Machete am Oberarm getroffen.« Die beiden 29- und 48-jährigen Männer seien allerdings nicht schwer verletzt worden. Die Verletzung am Oberarm habe nur leicht geblutet.

Welche Schädelverletzungen der andere Anwohner erlitten habe, sei noch nicht bekannt. Achim Ridder: »Er ist aber nicht lebensgefährlich verletzt worden.«

Angreifer wurde zum Gejagten

Nach dieser Attacke wendete sich allerdings das Blatt. Der Angreifer wurde plötzlich zum Gejagten, weil sich nach Berichten von Augenzeugen in wenigen Sekunden »eine Menge von mindestens 50 Menschen zusammen rottete«. Während sich einige dieser Anlieger um die Verletzten kümmerten, verfolgten andere aufgebrachte Anwohner nun den Macheten-Mann. Der 37-Jährige flüchtete auf der Erwinstraße in Richtung Reinholdstraße. Er lief – immer noch mit den Waffen in den Händen – über die Rasenfläche des Eckgrundstücks des Hauses Erwinstraße 1 auf das gegenüber liegende Areal am Haus Reinholdstraße 13. Hier wurde der Macheten-Mann von der wütenden Menge eingeholt und schließlich überwältigt.

Erst wenige Minuten später trafen mehrere Streifenwagen am »Tatort« ein. Sie befreiten den Macheten-Mann, der nun selbst Verletzungen erlitten hatte. Alle drei Opfer wurden vor Ort ärztlich versorgt. Der Macheten-Mann wurde mit einem Rettungstransportwagen abtransportiert. Über seine Verletzungen gibt es keine genauen Erkenntnisse.

Der 37-Jährige soll drogensüchtig und in der Wohngegend als »Junkie« bekannt sein, das bestätigte auch die Bielefelder Polizei. Er soll nach Angaben von Achim Ridder schon mehrfach der Anlass von Polizeieinsätzen gewesen sein.

Warum der Mann mit Waffen auf die Opfer losging, ist nicht bekannt. Der Mann befindet sich nun zur Untersuchung in der psychiatrischen Klinik Gilead IV. Gegen ihn, so bestätigte Achim Ridder, werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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