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Kommentar zur Entwicklung der Bielefelder City

Neue Impulse gefragt

Bielefeld

Erst Drogeriemarkt, dann Handyshop und schließlich Leerstand. Das sei das Schicksal vieler Ladengeschäfte, heißt es. Wer sich die Zahl der Drogeriemärkte und Handyshops in Bielefelds Innenstadt anschaut, kann sich also denken, wie es aktuell um die City bestellt ist.

 

Das Forum Jahnplatz ist verkauft. Die meisten Läden dort stehen leer. Foto: Bernhard Pierel

Doch es soll sich etwas ändern. Autos raus aus der Altstadt, Poller rein. Citylogistik mit Lastenrädern und E-Mobilen statt zig Lieferfahrzeuge morgens in der Fußgängerzone. Ein Citymanagement, das die fatale Abwärtsspirale im Handel stoppen und neue Ideen für das Zentrum der Stadt entwickeln soll.

Das alles hört sich erst einmal gut an. Aber die Probleme sind auch gewaltig. Corona hat noch deutlicher hervorgebracht, was sich angesichts wachsender Online-Konkurrenz latent angekündigt hat. Das Beinahe-Aus für Karstadt im Sommer war mehr als ein Warnschuss.

Ein Dauerärgernis ist seit vielen Jahren die Jahnplatz-Passage, in der der Einzelhandel schon lange nicht mehr funktioniert. Jetzt hat sie neue Eigentümer. Die Stadt hat auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet. Durchaus ein Risiko. Denn oben könnte der Platz bald „hui“ und unten weiterhin „pfui“ aussehen, wenn der neue Eigentümer nicht Geld in die Hand nimmt und die Passage saniert.

Sie darf kein Abschreibungsobjekt bleiben und sie könnte zum Prüfstein dafür werden, was in Bielefelds Innenstadt noch geht. Die braucht dringend neue Ideen.

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