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Jahnplatz: Politiker loben Planer für Trennung der Verkehrswege

»Neue Leichtigkeit«

Bielefeld (WB/bp). Die Politiker im Stadtentwicklungsausschuss haben die Jahnplatz-Planer Andreas Wannenmacher, Klaus Bockermann und Nils Kortemeier vor allem für deren Überlegungen, die »Verkehre« (Autos, Fußgänger, Radfahrer, Busse) durch »ausreichend breite Wegeflächen sicher zu trennen« gelobt.

Blick von der Bushaltestelle auf der Westseite auf Fahrbahn und lichtdurchlässige Schirme. Bild: Bockermann, Kortemeier, Wannenmacher Foto:

Das Fahrradspuren sollten, so die Planer, 2,50 Meter breit und in Richtungen getrennt geführt werden. Es sollte ihrer Meinung nach einen zusätzlichen (Fußgänger-)Überweg zwischen Niederwall und der Bahnhofstraßenseite des Jahnplatzes geben und es sollten Aufenthaltsflächen geschaffen werden. Heute sei der Jahnplatz ein »Durchgangsraum«. Den Aufenthalt angenehmer machen könnten mehr Bäume, die in sogenannte Pflanzinseln gesetzt würden oder ein »Sitzring« um die Jahnplatzuhr herum.

Für Busfahrgäste sollten, so die Vorschläge, »helle, wettergeschützte Warteflächen« geschaffen werden. Die würden mit lichtdurchlässigen, unterschiedlich hohen Schirmen überdacht. Andreas Wannenmacher: »Das würde dem Platz eine neue Leichtigkeit und Freundlichkeit verleihen.«

Pro Tag 900 Busabfahrten

Auf dem Jahnplatz gebe es pro Tag 900 Busabfahrten, 22.000 Autos passierten den Platz. Um den Individualverkehr, so wie beschlossen, dort zu reduzieren, dürfe es keinen Durchgangsverkehr mehr geben.

Als Vision verstanden wissen möchten die drei Planer die Idee, eine (neue) Stadtbahnlinie oberirdisch über den Jahnplatz zu führen.

Dezernent Gregor Moss geht von einer Umbauzeit von 20 bis 24 Monaten für den Jahnplatz aus. Dieser Umbau wird aus dem Programm »Emissionsfreie Innenstadt« mit 13,3 Millionen Euro gefördert.

Zunächst aber soll am 4. August der Verkehrsversuch mit Umweltspur und Abbindung des Niederwalls beginnen. Die vorbereitenden Arbeiten dafür laufen. Gregor Moss befürchtet, dass es in den ersten Versuchswochen »chaotisch« laufen könnte, ist aber überzeugt, dass sich die Lage dann schnell beruhigt. Er gehe davon aus, dass die Innenstadt in der Lage sein, die neuen Verkehrsströme aufzunehmen. Zudem könnten »jederzeit» Ampelschaltungen geändert werden.

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