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Kardiologische Behandlung in Bielefeld feiert Deutschlandpremiere am Evangelischen Klinikum Bethel

Neue Technik steigert Erfolg bei Herz-Patienten

Bielefeld (WB)

Ein neuartiges Kathetersystem macht es Kardiologen möglich, Sonden im Herzen jetzt noch präziser einzusetzen. Die Erfolgsquote dieser Behandlung soll damit auf nahezu 100 Prozent steigen. Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld ist deutschlandweit das erste Krankenhaus, in dem diese moderne Technik zum Einsatz gekommen ist.

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Die neue Kathetertechnik feiert in Bielefeld Deutschlandpremiere: Durch eine verformbare Schleuse wird die Elektrode zum Herz geschoben und kann dort optimal platziert werden Foto: EvKB

Privatdozent Dr. Carsten Israel weiß genau, wie er Patienten helfen kann. „Wir Kardiologen können durch einen Katheter eine Elektrode an das Schaltzentrum des Herzens, das sogenannte His-Bündel, bringen und sie dort im Gewebe implantieren. In Verbindung mit einem Schrittmacher wird das Herz dann stimuliert und schlägt wieder im richtigen Takt“, so der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie und Diabetologie am EvKB im Haus Gilead I.

Dr. Carsten Israel, Chefarzt der Inneren und der Kardiologie am Evangelischen Klinikum in Bethel. Foto: Thomas F. Starke

50 bis 60 Eingriffe dieser Art führt Dr. Israel jedes Jahr an Patientinnen und Patienten durch. Bundesweit liegt die Erfolgsquote dieser Behandlungsmethode bisher bei etwa 8 von 10 Fällen, so Dr. Israel. Das hat folgenden Grund: „Das Implantieren der Elektrode ins Herzgewebe setzt voraus, dass wir sie im richtigen Winkel an die richtige Position bekommen. Der Weg der Elektrode führt durch die Schlüsselbeinvene über teils verschlungene Wege ans Ziel, dabei können wir nur sehr begrenzt steuern.“

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