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Platz-Umgestaltung beginnt – Arbeiten voraussichtlich erst zum Jahresende abgeschlossen

Neumarkt: Pflaster wird verlegt

Bielefeld (WB). Die Randbebauung ist abgeschlossen, jetzt wird auch die Umgestaltung des Neumarkts selbst in Angriff genommen: Die Pflasterarbeiten auf dem innerstädtischen Platz sind angelaufen. Mit der Fertigstellung ist jedoch nicht vor Jahresende zu rechnen.

Burgit Hörttrich

Erster Bauabschnitt für die Umgestaltung des Neumarktes: Die Zufahrt an der Paulusstraße wird gepflastert. Foto: Thomas F. Starke

Das teilte der städtische Immobilienservicebetrieb (ISB) auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage mit. Zur Zeit laufen die Pflasterarbeiten auf dem kleinen Vorplatz an der Paulusstraße und an der Platzzufahrt von dort neben dem Haupteingang der Stadtbibliothek. Verlegt wird graues Granitpflaster. Petra Thiede (Dezernat für Stadtentwicklung) sagt, dass dieser Teilbereich voraussichtlich Anfang Juli fertig gestellt sei.

Allerdings sei es nicht möglich, den Neumarkt komplett zu sperren, um die Pflasterung so zügig wie möglich durchführen zu können. Es werde in vier Teilabschnitten gearbeitet, um zumindest stets eine Zufahrt frei halten zu können – unter anderem für Lieferverkehr, aber auch für Rettungsfahrzeuge.

Der Neumarkt ist normalerweise zu erreichen von der Paulusstraße, der Herforder Straße und der Kavalleriestraße. Die – geregelte – Zufahrt soll nach Fertigstellung des Neumarktes jedoch nur noch für Gäste des Légère-Hotels zum Ein- und Ausladen möglich bleiben.

Beim Pflaster allein bleibe es nicht. Nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Lützow 7 (Berlin), das auch schon für den Kesselbrink-Entwurf verantwortlich war, werden Bäume gepflanzt und es soll Spielangebote wie »Silbenrätsel« oder »Buchstabensalat« geben, damit sich Menschen gern auf dem Neumarkt aufhalten.

Die Kosten für die Umgestaltung werden mit insgesamt drei Millionen Euro angegeben. 80 Prozent davon werden aus dem Stadterneuerungsprogramm des Landes beigesteuert.

Entstanden ist der Neumarkt Anfang der 1990er Jahre, als auf dem ehemaligen Wochenmarkt-Gelände das »Amerikahaus« errichtet wurde. Damals sollte der Wochenmarkt dauerhaft auf den Platz zurückkehren. Die Händler aber wehrten sich, blieben auf dem Kesselbrink. Zu einer Belebung des Areals kam es erst mehr als zwei Jahrzehnte später mit dem Umzug von Stadtbibliothek und Stadtarchiv samt weiterer städtischer Ämter in das »Amerikahaus« und dem Bau der beiden Hotels. Möglich wurde die Neugestaltung durch die Förderung im Programm »Inte­griertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (Insek)«.

Zuletzt wurde der Neumarkt zum Ärger von Anwohnern zum (kostenlosen) Parkplatz. Eigentlich sollte der Neumarkt bereits im vergangenen Jahr umgestaltet werden .

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