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Land schafft auf dem „Millionärshügel“ in Bielefeld weitere Kapazitäten für Geflüchtete und nutzt dazu 36 Briten-Villen

Notunterkunft mitten im Musikerviertel

Bielefeld

Eigentlich wollte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die früheren Offiziersvillen im Musikerviertel jetzt vermarkten. Die Ein- und Zweifamilienhäuser in einer der Bielefelder Spitzenlagen, von denen etliche gerade unter Denkmalschutz gestellt wurden, versprechen Millionen-Erträge. Die Pläne haben sich vorerst geändert: Aus der kompletten Siedlung an der Joseph-Haydn-, der Johann-Sebastian-Bach und der Johannes-Brahms-Straße macht das Land jetzt eine Notunterkunft für bis zu 500 Flüchtlinge.

Die Siedlung mit knapp 40 leer stehenden Offiziersvillen im Musikerviertel wird jetzt zu einer Notunterkunft für Geflüchtete. Foto: Peter Bollig

Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling und Oberbürgermeister Pit Clausen stellten am Montag die Pläne vor. Das Ziel: „Obdachlosigkeit unter Geflüchteten verhindern“, sagt die Regierungspräsidentin. Weil die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine, aber auch aus anderen Ländern ansteigt und niemand weiß, wie sich die Flüchtlingsbewegungen weiter entwickeln werden, sollen im ganzen Bundesland jetzt die Aufnahmekapazitäten ausgeweitet werden. „Da kommt man an Bielefeld kaum vorbei“, sagt Pit Clausen.

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