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Diskussion um „Millionärshügel“ und Flüchtlinge in Bielefeld

Notunterkunft im Musikerviertel: Infoveranstaltung zieht um, weil Interesse riesengroß

BIELEFELD

Die Bezirksregierung Detmold wird in Kürze eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen in den sogenannten „Britenhäusern“ rund um die Joseph-Haydn-Straße einrichten. Eine Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner findet am Dienstag, 24. Januar, um 18 Uhr statt. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Veranstaltung in das Kultur- und Kommunikationszentrum Sieker (KuKS), Meisenstraße 65, verlegt.

Eine Ansicht der ehemaligen Häuser der Britschen Streitkräfte im Musikerviertel. Hier: Eine Ansicht der Johannes-Brahms-Strasse.  Foto: Thomas F. Starke

„Wir freuen uns über das große Interesse der Bielefelderinnen und Bielefelder, daher weichen wir nun auf das KuKS aus. Anwohnerinnen und Anwohner können den Termin nutzen, um uns ihre Anregungen und Wünsche mitzuteilen und sich zu informieren“, so Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Anwesend sein werden Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Bielefeld.

Stadt bittet um Anmeldung

Um die Veranstaltung besser planen zu können, wird um Anmeldung interessierter Anwohnerinnen und Anwohner bis einschließlich Montag, 23. Januar, auf der Website www.bielefeld-dialog.de (Rubrik Aktuelle Beteiligungsverfahren) gebeten. Bereits angemeldete Bürgerinnen und Bürger werden automatisch über die Verlegung informiert.

Aufgrund einer deutlich steigenden Zahl von Schutzsuchenden aus der Ukraine und weiteren Ländern sind Kommunen und Land gefordert, weitere Kapazitäten zur Unterbringung zu schaffen. In den landeseigenen Unterkünften werden neben Geflüchteten aus der Ukraine auch Menschen untergebracht, die nicht aus der Ukraine geflohen sind, sondern aus Drittstaaten hier Asyl suchen. Die Bezirksregierung Arnsberg koordiniert landesweit die Verteilung geflüchteter Menschen auf die Landeseinrichtungen und auf die Kommunen.

Die leerstehenden 38 Wohnhäuser rund um die Joseph-Haydn-Straße sind ohne größere Umbauten zur Nutzung als Unterkunft für Geflüchtete geeignet. Ihre zügige Verfügbarkeit ist ausschlaggebender Grund gewesen, dass die Bezirksregierung Detmold die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gebeten hat, ihr die Gebäude vorübergehend zu überlassen. Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen für eine Inbetriebnahme – insbesondere Leitungsprüfungen und das Einrichten der Wohneinheiten. Die Kosten für den Betrieb trägt das Land. Nach Abschluss der Herrichtungsarbeiten können in der Notunterkunft frühestens ab Ende Januar Geflüchtete untergebracht werden.

Bei der kommunalen Zuweisung von Schutzsuchenden werden der Stadt Bielefeld die in der Notunterkunft geschaffenen Plätze auf die Aufnahmequote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) angerechnet. Für die Stadt vermindert sich dadurch die Aufnahmeverpflichtung von Asylbewerbern.

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