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Urteile im Prozess um Bielefelder Zwangsprostituierte

Opfer erhält 46.000 Euro Schmerzensgeld

Bielefeld

Schwere Zwangsprostitution, Zuhälterei, Menschenhandel, erpresserischer Menschenraub, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung – vier Bielefelder hatten in der Zeit von Juni 2019 bis Mitte März 2020 eine 27-Jährige mit Gewalt zur Prostitution gezwungen. Nach sechseinhalb Monaten Prozessdauer kassierten die 21 und 22 Jahre alten Männer am Donnerstag ihre Urteile vom Landgericht.

Von Jens Heinze

Symbolbild Foto: dpa

Die Richter der 4. Großen Strafkammer wandten in allen vier Fällen Jugendstrafrecht an. Sie verhängten eine Haftstrafe von vier Jahren für einen 21-jährigen Bielefelder.  Die übrigen drei Angeklagten wurden zu Bewährungsstrafen von einmal zwei Jahren und zweimal 16 Monaten verurteilt. Zudem erhält die für ihr Leben gezeichnete Zwangsprostituierte – sie sprang zum Schluss aus Verzweiflung aus ihrer Wohnung im 2. Obergeschoss und wurde lebensgefährlich verletzt – insgesamt 46.000 Euro Schmerzensgeld.

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