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Immer mehr Privatpersonen stellen Unterkünfte bereit – Etliche Hilfskonvois mit Sachspenden geplant oder bereits unterwegs

OWL hilft Flüchtlingen aus der Ukraine

Bielefeld/Paderborn

Der Krieg in der Ukraine hat in Ostwestfalen-Lippe eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität ausgelöst. Dabei geht es nicht nur um Geld- oder Sachspenden. Immer mehr Bürger sind auch dazu bereit, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Über die Zahl der bereits in der Region eingetroffenen Flüchtlinge liegen aktuell nur Schätzungen vor - vermutlich liegt die Zahl noch im zweistelligen Bereich.

Von unseren Lokalredaktionen

Nach 16 Stunden Fahrt sind am Mittwochmittag die fünf Lastwagen aus Paderborn im polnischen Przemyśl angekommen. Dort standen bereits die Helfer bereit, um beim Abladen der Hilfsgüter zu unterstützen. Iwona Liben bedankte sich bei Christian Schlichter von den Maltesern (unten, Mitte) für die Spenden. Foto: Christian Raimund Schlichter

Dirk Kaiser, Vorsitzender des Vereins Brückenschlag Ukraine in Bad Salzuflen geht davon aus, dass bis Mittwoch allein in den Kreisen Lippe und Herford rund 30 Ukrainer angekommen sind, meist Frauen und Kinder. Sie alle seien bei Verwandten und Freunden untergekommen. „Die größere Flüchtlingswelle kommt erst noch auf uns zu“, sagt Kaiser.

Aktuell aber könnte der Verein Unterkünfte für rund 100 Menschen bereitstellen. 70 Familien hätten sich dafür allein in den Kreisen Lippe und Herford gemeldet. Wer keine Wohnung oder kein Zimmer zur Verfügung stellen kann, bietet anderweitige Hilfe an – etwa Fahrdienste oder Sachspenden. Hier hätten sich rund 200 Personen beim Verein Brückenschlag gemeldet. Kaiser betont zudem, dass man eng mit den Behörden zusammenarbeite. „Was wir am nötigsten brauchen, sind Geldspenden“, sagt Kaiser. „Wenn etwa eine Flüchtlingsfamilie spät abends ankommt, würde ich für sie gerne auch ein Hotelzimmer buchen können.“ Weitere Infos unter: www.brueckenschlag-ukraine.de

Kreis Paderborn

Aus dem Kreis Paderborn ist am Mittwoch ein Hilfskonvoi aus fünf Fahrzeugen in der polnischen Partnerstadt Przemyśl eingetroffen, nahe der ukrainischen Grenze – initiiert von Malteser, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Feuerwehr und THW. Die von Firmen gespendeten Hilfsgüter – darunter Medikamente, Lebensmittel, Feldbetten und Kleidung – werden nun mit kleineren Transportern von Polen aus in die ukrainischen Partnerstädte wie Lemberg gebracht.

Angekommen: Der Paderborner Hilfskonvoi hat die Paderborner Partnerstadt Przemyśl erreicht. Dort wird bereits entladen. Foto: Christian Schlichter

In Przemysl selbst sind nach Angaben einer Mitarbeiterin der Stadt bereits 60.000 Geflüchtete durchgereist, viele zu Fuß, per Zug oder mit dem Auto. Ein Ende sei nicht in Sicht. Die 500 Übernachtungsplätze in der Stadt seien vollkommen ausgeschöpft.

Auf das am Montag in Paderborn ins Leben gerufene Spendenkonto zugunsten der polnischen Partnerstadt Przemyśl sind bereits mehr als 100.000 Euro eingegangen, berichtet Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Auch in Büren hat der dortige Bürgermeister alle Hilfsorganisationen an einen Tisch geholt, um die Kompetenzen zu bündeln. Auch hier wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Das zur MBG-Gruppe in Paderborn gehörende Getränkeunternehmen „9 Mile Vodka“ spendet mehr als 100.000 Flaschen Händedesinfektionsmittel. „Corona ist leider immer noch ein Thema und so können wir eventuell einen Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit der Menschen in der Ukraine leisten“, erklärt Geschäftsführer Andreas W. Herb.

Der Paderborner Unternehmer Maik Menke hat auf eigene Faust einen Hilfstransport organisiert. Er will an diesem Donnerstag in Richtung Ukraine starten und dort ein Krankenhaus unterstützen.

In Paderborn sind bislang neun Geflüchtete aus der Ukraine angekommen: drei Frauen und sechs Kinder, deren Männer und Väter derzeit in Paderborn arbeiten. Aktuell gibt es 300 freie Übernachtungsmöglichkeiten. Schloss Hamborn in Borchen stellt den leerstehenden Teil seines Altenwerks der Gemeinde für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung – 37 Zimmer.

Spontan hat sich die Ukrainehilfe Fürstenberg gegründet. Über das Spendenkonto der Sintfeldstiftung sollen Spenden für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gesammelt werden. Die Aktionsgruppe hat zudem für Sonntag, 6. März, (15 bis 17 Uhr) ein Benefizkonzert an der Scheune organisiert.

Viele Hövelhoferinnen und Hövelhofer möchten die Menschen aus der Ukraine mit Hilfsgütern unterstützen. Am Donnerstag ist ein Konvoi von fünf Fahrzeugen – drei Lastwagen und zwei Transportern – in Richtung polnisch-ukrainische Grenze unterwegs.

Stadt Bielefeld

Bielefeld sammelt über die Mailadresse Unterbringung@bielefeld.de Angebote für Flüchtlinge von Privatpersonen. Wieviele Flüchtlinge bereits angekommen sind, ist unklar, weil sie sich nicht registrieren lassen müssen.

Die ukrainische Gemeinde sammelt derweil Hilfsgüter in ihren Räumen Am Alten Dreisch 16. Die Katholische Hospitalvereinigung („Klösterchen“) spendete medizinisches Material an die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft. Die Freikirche IFC Bielefeld und der Sekondhand-Laden Furiously Stylish richten diesen Freitag (16 Uhr), in der Feilenstraße 5-7 ein Benefizkonzert zugunsten der ukrainischen Organisation Pilgrim aus. Pilgrim kümmert sich in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol um obdachlose Kinder. Die „Arthouse Kinos“ (Lichtwerk, Kamera) spenden Einnahmen der Vorstellung des Films „Belfast“ am Freitag und Samstag (je 20 Uhr) an die „Nothilfe Ukraine“ von Unicef.

Um den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und geflüchteten Menschen eine erste Anlaufstelle zu bietet, hat die Stadt am Donnerstag eine Beratungsstelle für die Fluchtbewegung aus der Ukraine eingerichtet. Diese befindet sich am ­Neuen Rathaus, zwischen Haupteingang und Eingang zu Bürgerberatung. Das Büro ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr besetzt. Telefonisch sind die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner unter 0521/ 51-27203 /-27208 /-20679 oder per Mail an gefluechtete-ukraine@bielefeld.de erreichbar.

Kreis Gütersloh

In Schloß Holte-Stukenbrock hat Matthäus Boggasch zur Spende von Hilfsgütern aufgerufen. Der Mann, der aus Polen stammt und Freunde in der Ukraine hat, konnte mit Hilfe der ganzen Nachbarschaft drei Lastwagen und einen Bulli mit Anhänger vollpacken. Acht Fahrer meldeten sich, die unentgeltlich die Fahrten übernehmen und dafür vier Tage Urlaub genommen haben. Apotheken und Ärzte spendeten Material und Geld, Kinder überließen Boggasch den Inhalt ihrer Sparschweine. Dienstag war der Konvoi unter dem Dach der „Humanitären Hilfe Ukraine“ ins 1300 Kilometer entfernte Tomaszow Lubelski an der polnisch-ukrainischen Grenze gestartet.

Die Stadt Gütersloh bereitet sich darauf vor, und auch die CDU-Kreistagsfraktion macht sich Gedanken: Freie Unterkünfte sollen für Flüchtlinge vorbereitet werden. Beide schauen auf die Briten-Häuser. Die Stadt Gütersloh will mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) Kontakt aufnehmen, um auch leerstehende Häuser an der Töpferstraße in Gütersloh für Flüchtlinge nutzen zu können.

In Rheda-Wiedenbrück sind die Kapazitäten an städtischen Unterkünften für Vertriebene begrenzt. Für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine wird einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zufolge die Unterstützung der Bürger benötigt: „Jedes Bett hilft“, appelliert Bürgermeister Theo Mettenborg an die Solidarität der Rheda-Wiedenbrücker.

Steinhagen: Jede Menge Verbands- und Wundversorgungsmaterial, Arzneimittel, Kindernahrung, Hygieneartikel, Shampoo, Duschgel, Nahrungsmittel, Tierfutter und ganz viele Decken schicken die Steinhagener und Steinhagenerinnen den Menschen in der Ukraine. Eine Firma hat zusätzlich kartonweise Schnelltests, Desinfektion, Masken und Papierhandtücher gespendet. Einen Lang-Sprinter und einen Anhänger hat das Team des Annette-Schlichte-Hauses gefüllt. Insgesamt sind Maximilian Heiler und seine Kollegen seit Mittwochmorgen um 5 Uhr mit vier Bullis und zwei Anhängern unterwegs nach Polen, wo sie ihre Spenden an das polnische Rote Kreuz übergeben

Auch der Versmolder SPD-Politiker Thorsten Klute hat nicht lange gezögert, als es darum ging, mit drei Mitstreitern medizinisches Material in einen Bulli zu packen und an der polnisch-ukrainischen Grenze zu helfen.

Kreis Herford

Die Stadt Herford sucht Unterbringungsmöglichkeiten. Bürger können sich unter Tel. 05221/132084 oder per Mail unter ukrainehilfe@kreis-herford.de melden. Man bereite sich auf die Aufnahme von 100 bis 160 Flüchtlingen vor. Die Stadt will 100.000 Euro für humanitäre Hilfe bereitstellen.

Die Evangeliums-Christen-Gemeinde Herford plant ebenfalls Fahrten mit Hilfsgütern in die Ukraine. Noch werden Fahrer gesucht. Darüber hinaus gibt es etliche private Initiativen in nahezu allen Kommunen des Kreises, die Sachspenden sammeln und diese teilweise selber in die Ukraine fahren.

Die Stadt Löhne bereitet sich bereits auf die vielen Flüchtenden aus der Ukraine vor. Eine große Herausforderung ist wegen der ohnehin angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt allerdings die Unterbringung. In den zur Verfügung stehenden Übergangswohnheimen gibt es noch einige freie Kapazitäten, zudem wird nach Angaben der Stadtverwaltung eine Notunterkunft in Obernbeck mit rund 80 Plätzen eingerichtet. Zusätzlich zu den bereits geplanten städtischen Unterbringungsmöglichkeiten wird dringend privater Wohnraum benötigt. Deshalb bittet Bürgermeister Bernd Poggemöller eindringlich um Hilfsangebote: „Wer Wohnraum zur Verfügung hat, helfen möchte oder Fragen hat, wendet sich bitte an unsere Hilfe-Nummer 05732/100329 zu den normalen Dienstzeiten.“ Eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist rund um die Uhr möglich: ukraine-hilfe@loehne.de.

In Bünde gibt es ebenfalls eine Hotline: 05223/161555. Vlotho nimmt Angebote für Sachspenden und Wohnraum unter 05733/924-444 entgegen. Spenge will 20.000 Euro für Hilfen bereitstellen, in Enger sind Hilfen ebenfalls angedacht.

Auch die Mofa-Freunde von den 2-Ströke Wankers aus Bünde und Kirchlengern machen sich am Freitagabend mit einem Hilfstransport auf die 1300 Kilometer lange Reise an die Grenze Slowakei/Ukraine. Am Steuer sitzt Mofa-Fan Florian Werner selbst. Los geht es dieses Mal natürlich nicht mit dem Zweirad, sondern mit einem Transporter des Bünder Unternehmens Grotemeier, bei dem Werner arbeitet.

Rödinghausen bereitet ein Haus mit Platz für 21 Geflüchtete vor. Zudem will die Gemeinde einen Hilfefonds von bis zu 30.000 Euro einrichten. In Kirchlengern sind bereits erste Flüchtlinge da, sie sind privat untergekommen.

Ein Ehepaar aus Spenge organisiert ebenfalls eine Hilfsaktion. Die gesammelten Güter werden zur zentralen Sammelstelle einer Kirchengemeinde nach Hannover gebracht und von dort direkt in die ukrainische Stadt Lemberg transportiert, von wo aus sie bedarfsgerecht an die Front, in Krankenhäuser und Notunterkünfte verteilt werden. Bereits am Montagabend ging ein Anhänger voll Hilfsgüter auf die Reise nach Hannover. Alle zwei bis drei Tage wollen die ehrenamtlichen Helfer nun weitere Lieferungen folgen lassen. Spenden werden täglich zwischen 11 und 18 Uhr im Pappelweg 1 entgegen genommen. Auch Geldspenden sammeln die Guders, um in Schutzausrüstung wie Helme und Schutzwesten sowie in Medikamente investieren zu können.

Kreis Höxter

Der Nahkauf-Markt in Höxter-Ottbergen sammelt Hilfsgüter und Geldspenden. Für Ende der Woche ist ein Hilfskonvoi nach Przemyśl in Polen nahe der ukrainischen Grenze geplant. In Höxter organisieren die Gaststättenbetreiber Brygida Lobos (Zum Fäßchen) und Udo Schwarz (Zum Holzwurm) Sachspenden.

Die Asklepios Weserberglandklinik hat dem Staat ihre Unterstützung bei der Versorgung von Kriegsflüchtlingen angeboten. Bei Bedarf könnten in leerstehenden Räumen bis zu 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Das Hotel Brakeler Hof in Brakel stellt die Vermietung von Zimmern ein und will stattdessen mindestens zwei Familien ein vorläufiges Heim bieten.

Der Krieg in der Ukraine bewegt die Einwohner im Warburger Land. Mit zahlreichen Aktionen soll auf das Leid der Menschen aufmerksam gemacht oder auch handfest geholfen werden. Das Dorf Borgholz will helfen und Spenden sammeln, um die Not zu lindern. Das Internet-Team bietet daher am Sonntag, 6. März, von 15 Uhr an vor dem Feuerwehrgerätehaus Waffeln, Muffins und Kaffee gegen eine Spende an. In Germete und Daseburg stehen derweil die Helfer parat, um am Samstag von 10 Uhr an in der Schützenhalle (Germete) und im Feuerwehrhaus (Daseburg) Spenden in beschrifteten Säcken anzunehmen. In Daseburg koordiniert Ortsvorsteher Thomas Klenke die Aktion. Er ist unter Telefon 0172/6583525 zu erreichen, falls Säcke abgeholt werden müssen. In Germete setzt Schützen-Chef Thomas Sommerfeld derzeit alle Hebel in Bewegung, um Helfer zu organisieren. Wer am Samstag noch von 10 bis 16 Uhr mit anpacken möchte, kann sich per WhatsApp 0151/17942779 melden.

Im Kreis Höxter engagieren sich auch Firmen, Kreisverwaltung und Rotarier. Es werden Sachsenden gesammelt und transportiert und humanitäre Versorgung organisiert. Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) hat bei einer Spendenaktion bereits 30.000 Euro gesammelt.

Kreis Minden-Lübbecke

Bad Oeynhausen sammelt Angebote von Privatleuten, die Wohnraum für Flüchtlinge anbieten. In den regulären Flüchtlingsunterkünften sind noch Kapazitäten frei. Der Lions-Club Bad Oeynhausen bereitet in Zusammenarbeit mit Edeka Minden-Hannover einen Hilfstransport an die polnisch-ukranische Grenze vor. Die Fahrt ist für Montag geplant. Frank Wolter, Chefarzt der Artemed-Fachklinik, bereitet ebenfalls einen Hilfstransport in die Ukraine vor. Start soll am Freitag sein. Dörte Beutner, Chefin des Stemweder Busunternehmens Sandmöller, ist am Mittwoch mit einem Bus voller Hilfsgüter bis kurz hinter die ukrainische Grenze gestartet.

Auch in der Gemeinde Stemwede ist in diesen Tagen eine durch alle Ortsteile gehende Solidarität mit der Ukraine zu spüren. So kamen schon einige Stemweder dem Aufruf von Bürgermeister Kai Abruszat nach und haben der Verwaltung Kapazitäten gemeldet, um gegebenenfalls kurzfristig Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen. Sobald die Gemeinde mitgeteilt bekomme, wie viel Wohnraumbedarf es gebe, komme man auf die jeweiligen Angebote zurück, skizziert der Verwaltungschef das weitere Vorgehen. Ein Bus der Stemweder Firma Sandmöller, der mit Sachspenden beladen war, hat bereits seinen polnischen Zielort Krakowetz an der ukrainischen Grenze erreicht. Der Bus wird Flüchtlinge auf dem Rückweg mitnehmen und zur Oxford-Kaserne nach Münster bringen. In Twiehausen wurden derart viele Hilfsgüter gespendet, dass zusätzlich ein Lastwagen organisiert wurde. Er wird ebenfalls in Richtung Ukraine fahren.

Espelkamp kann derzeit 21 Flüchtlinge unterbringen. Preußisch Oldendorf verfügt über 40 Plätze. Über freie Kapazitäten verfügt auch Lübbecke, ohne eine Zahl zu nennen. Die Stadt bereite sich aber darauf vor, den Wohnungsbestand zu erweitern und mit Mobiliar auszustatten, sagte ein Sprecher. In Hüllhorst wird das Dorfgemeinschaftshaus Oberbauerschaft wird bis Freitag hergerichtet.

Frank Wolter, Chefarzt der Artemed Fachklinik, und Mitarbeiterin Annette Weitkamp sortieren Sachspenden, die Bürger bei der Klinik an der Portastraße abgegeben haben. Bürger sollen diese nur noch in Vlotho bei der Spedition Schröder an der Industriestraße 10 abgeben Foto: Louis Ruthe

Appell an Landwirte

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) appelliert derweil an seine Mitglieder, Menschen aus den Kriegsgebieten aufzunehmen und freien Wohnraum auf den Höfen zur Verfügung zu stellen. Dafür hat der Verband eine Plattform eingerichtet: www.wlv.de/ukraine-hilfe. Hier würden Adressen gesammelt und an zuständige Kommunen weitergeleitet. WLV-Präsident Hubertus Beringmeier schrieb: „Unser Mitgefühl und Respekt gelten dem ukrainischen Volk, das sich auch fünf Tage nach dem Beginn des brutalen russischen Angriffs auf ihr Land entschlossen wehrt. Der mutwillig vom russischen Präsidenten Putin vom Zaun gebrochene Krieg bringt jeden Tag mehr Tod, Zerstörung und Elend über die ukrainische Bevölkerung. Hunderttausende Menschen suchen ihr Heil in der Flucht, und alle Beobachter gehen davon aus, dass die Zahl der Flüchtenden weiter steigen wird. Wir erwarten, dass Deutschland zeitnah viele Menschen aufnehmen wird und haben uns heute frühzeitig dazu entschlossen, unsere Mitglieder aufzurufen, freien Wohnraum auf den Höfen zu melden und durch konkrete Hilfe unsere Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.“

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