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Bürgerantrag ist Thema in der Bezirksvertretung Dornberg

Per Stadtbahn nach Werther

Bielefeld (WB). Der Anregungs- und Beschwerdeausschuss in Werther zeigte sich Mitte Februar bereits begeistert von der Idee, am Donnerstag steht der gleichlautende Bürgerantrag auch auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Dornberg (17 Uhr, Amt Dornberg). Ziel: die Verlängerung der Stadtbahnlinie 4 von der heutigen Endstation »Lohmannshof« bis nach Werther.

Burgit Hörttrich

Die Stadtbahn-Linie 4 soll vom Lohmannshof bis nach Werther geführt werden, wünscht sich eine Initiative. Foto: Oliver Schwabe

Auch bis nach Werther. Denn die Initiative, die hinter diesem Antrag steht, sagt ausdrücklich, dass der Weiterbau der Linie 4 bis zur Dürerstraße (»Campusbahn«) davon nicht berücksichtigt werden solle. Baubeginn für diese Trassenverlängerung soll, so jedenfalls sagte es Oberbürgermeister Pit Clausen zuletzt, noch in diesem Jahr sein.

Die Idee, eine Stadtbahn nach Werther zu bauen, wurde vor Jahren auch schon unter anderem von Pro Grün in die Diskussion gebracht – da allerdings als Alternative zur »Campusbahn«.

Straßen überlastet

Der Antrag, der heute behandelt wird, weist darauf hin, dass in Dornberg und Werther jeweils bis zu 20.000 Einwohner durch eine Stadtbahn verbunden, weitere Neubaugebiete ausgewiesen würden. Die Straßen seien aber überlastet. Heute würden täglich 234 Busse pro Richtung unterwegs sein. Die Antragsteller weisen darauf hin, dass mit einer Stadtbahnverbindung allein die ohnehin stark belastete Stapenhorststraße um 65 Busse entlastet würde.

Ältere Menschen seien zudem auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen, um zum Einkaufen oder für einen Arztbesuch ins Bielefelder Zentrum zu gelangen. Die Antragsteller äußern die Befürchtung, dass die Infrastruktur in Dornberg im Laufe der Zeit weiter ausdünne und es weniger Praxen sowie weniger Läden geben werde.

Lage im Grünen

Bemängelt wird, dass die heutigen Endstationen Lohmannshof, Babenhausen-Süd (Linie 3), aber auch die künftige an der Dürerstraße viel zu wenige Autoabstellmöglichkeiten böten, so dass Park & Ride unattraktiv oder schlicht nicht möglich sei. Zudem lägen die Endhaltestellen zu nah am Stadtzentrum, so dass sich das Umsteigen in die Bahn gar nicht lohne.

Werther und Dornberg besäßen auf Grund ihrer Lage im Grünen große Attraktivität als Wohnorte für Familien. Der Zuzug würde zur Steigerung der Kaufkraft beitragen, damit den Handel stabilisieren und den Stadtteil verjüngen. Ein Stadtbahnanschluss wäre ein weiteres Argument für die Wahl des Wohnortes, sind die Antragsteller überzeugt. Sie verweisen auch darauf, dass eine Stadtbahntrasse nach Werther eine direkte Anbindung zur Fachhochschule und zur Universität bedeuten würde.

Die Antragsteller wünschen sich eine Unterstützung des Antrages durch die Politik, »damit Planungen in den nächsten Jahren beginnen können«.

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