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Zehn Straftaten aufgeklärt – Ganoven reisen coronakonform mit zwei Autos an

Polizei nimmt Supermarkt-Einbrecher fest

Bielefeld/Gütersl...

Der Bielefelder Polizei ist es gelungen, eine Bande von Supermarkt-Einbrechern festzunehmen. Den entscheidenden Tipp gaben zwei aufmerksame Zeugen. Zehn Straftaten konnten aufgeklärt werden. Immerhin: Bei ihren Beutezügen hielten sich die Einbrecher an die Corona-Schutzverordnung.

 

Erfolg für die Bielefelder Polizei: Die Beamten konnten eine Einbrecher-Bande dingfest machen. Foto: dpa

Ein aufmerksamer Zeuge meldete Mittwochnacht um 3.42 Uhr einen Einbruch in einen Lebensmittelmarkt an der Dürerstraße. Bei Eintreffen der Streifenwagen gab sich der Bielefelder als Zeuge zu erkennen und schilderte, dass er durch einen lauten Knall auf den Einbruch aufmerksam geworden war. Er konnte beobachten, wie die Täter Tüten aus dem Geschäft trugen. Einer der Männer ging in Richtung Leiblstraße, drei gingen mit Tüten in Richtung Hainteichstraße. Ein zweiter Zeuge sah, dass zwei Einbrecher in Richtung Hainteichstraße flüchteten.

Mit diesen Informationen fahndeten die Streifenwagen gezielt im Nahbereich. Sie entdeckten einen Wagen, der aus der Hainteichstraße auf die Voltmannstraße fuhr und hielten das Auto an. In dem Wagen saßen drei Gütersloher im Alter von 18 bis 26 Jahre. Im Kofferraum fanden die Beamten Tüten mit Zigaretten und eine Tasche mit Tabakwaren im Wert von rund 1700 Euro. Die Polizisten nahmen die Gütersloher vorläufig fest und stellten das Auto samt Inhalt sicher.

Anhand des Tatortes und des Pkws der Täter konnten die Ermittler der Kriminalpolizei eine Verbindung zu weiteren Einbruchstaten, in einen Lebensmittelladen an der Kurt-Schumacher-Straße aus November und Dezember 2020, herstellen. Ein Zeuge hatte am Montag, 30. November, gegen 3 Uhr zunächst eine Person beobachtet, die wiederholt Jutesäcke in einen Wagen lud und zwischen Fußgängerzone Bültmannshof und der Carl-von-Ossietzky-Straße mehrfach hin und her ging.

Schließlich kamen drei Männer zurück, zwei davon stiegen in einen weiteren Pkw, sodass zwei Wagen sich von dort entfernten. Der Zeuge erkannte an dem zwei Auto auch Teilfragmente der amtlichen Kennzeichen. Die ersten Ermittlungen über diesen Zeugenhinweis führten zu keinem Ergebnis. Mit der vorläufigen Festnahme am 23. Dezember und der Sicherstellung des genutzten Wagens klärte sich der Zusammenhang. So konnte dann auch der zweite Pkw ermittelt werden.

Bei den Vernehmungen der drei Festgenommenen bestätigten diese die Beteiligung weiterer Täter und auch die Nutzung eines zweiten Pkw. Aufgrund der „Corona-Verordnung“ sei man mit zwei Autos gefahren. „Es können insgesamt zehn Taten dieser Gruppe, bestehend aus fünf bis sechs Tätern im Alter von 18 bis 26 Jahren in Bielefeld zugeordnet werden, sowie eine weitere Tat in Gütersloh“, erklärt Polizeisprecherin Hella Christoph. Die Gruppe habe viermal an dem gleichen Lebensmittelgeschäft an der Kurt-Schumacher-Straße, dreimal an der Hermann-Schäffer-Straße, einmal an einem Kiosk in Oldentrup und in einem Fitness-Studio in Gütersloh sowie an der Dürerstraße zugeschlagen. Die Ermittlungen dauern an.

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