1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Polizei setzt auf Trennung von AfD und Bündnis

  8. >

Veranstaltung am 24. März in der Raspi in Bielefeld – Pretzell kommt am 12. Mai erneut

Polizei setzt auf Trennung von AfD und Bündnis

Bielefeld (WB/MiS). Die AfD-Spitzen Frauke Petry und Marcus Pretzell im Historischen Saal , Theater von DGB-Jugend und Bündnis gegen Rechts im großen Saal und eine Demo im angrenzenden Park: Der 24. März wird heikel rund um die Ravensberger Spinnerei.

AfD-Gäste und -Gegner werden sich am 24. März in der Raspi nicht begegnen. Foto: Pierel

Aber nach einem Gespräch mit der Polizei und dem Hausherrn, der Volkshochschule, zeigte sich AfD-Kreisvorsitzender Rolf Diekwisch am Donnerstag optimistisch, dass die Veranstaltungen getrennt voneinander gehalten werden könnten.

So sei zugesagt worden, dass der Zugang zum großen Saal nur über dessen Seiteneingang erfolgen solle, erklärte Diekwisch. Das würde bedeuten: AfD- und Bündnis-Anhänger würden sich im Raspi-Treppenhaus nicht begegnen. Die AfD-Gäste könnten über den Zugang im Rochdale-Park, der der Raspi vorgelagert ist, ihren Veranstaltungsraum erreichen. Die Demo fände auf der anderen Gebäudeseite im Ravensberger Park statt.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Situation wird sich am 28. April wiederholen. Dann plant die AfD eine weitere Veranstaltung im Historischen Saal, und auch dann hat sich das Bündnis gegen Rechts in der Raspi eingemietet.

Neu ist, dass AfD-Spitzenkandidat Pretzell kurz vorm Wahlsonntag, am Freitag, 12. Mai, ein weiteres Mal nach Bielefeld kommen wird. »Wir wissen aber noch nicht, wo und in welchem Rahmen eine Veranstaltung mit ihm ablaufen wird«, sagte AfD-Kreisvorsitzender Rolf Diekwisch,

In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hatte AfD-Sprecher Martin Breuer am 17. Februar gefordert, die Veranstaltungen seiner Partei und des Bündnisses zeitlich voneinander zu trennen. Clausen hatte dies abgelehnt, gleichzeitig die Verlegung der Theaterveranstaltung vom Murnausaal in den großen Raspi-Saal angekündigt und auf den bisher friedlichen Verlauf der Bündnis-Veranstaltungen verwiesen. In einer weiteren Stellungnahme dazu hatte Breuer auf eine zeitliche Trennung beharrt.

»Richtig ist, dass wir den Saal bereits im Oktober, lange vor dem Bündnis, gemietet hatten«, sagte Diekwisch am Donnerstag. Nach dem »konstruktiven Gespräch« mit Polizei und VHS sei er optimistisch, dass eine Trennung gelingen könnte. Aus seiner Sicht dürfe es nicht zu Verhältnissen kommen wie jüngst in Herford. Dort hatten sich AfD-Gegner im Treppenhaus des Veranstaltungsortes angekettet, mussten von der Polizei fortgetragen werden.

Startseite