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Kuriose Aktion in Bielefeld

Polizei verpasst Blitzer „Guntram“ ein Knöllchen – und rudert nun zurück

Bielefeld (dpa)

Kuriose Knöllchen-Welt in Bielefeld: Die Polizei hat einem mobilen Blitzer in Bielefeld ein Knöllchen verpasst. Viele Menschen bejubeln die ungewöhnliche Aktion im Internet. Aber das Knöllchen ist nicht gültig.

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Dieses – im Eifer des Gefechts – falsch datierte Knöllchen hat ein Polizist am Wochenende dem mobilen Blitzer „Guntram“ in Bielefeld verpasst. Foto: Privat

„Es gilt wohl eine Ausnahmeregelung“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Ordnungsamt hatte das in der Stadt als „Guntram“ bekannte mobile Radargerät auf einem Anhänger in einem Wohngebiet am Straßenrand wenige Meter an einer Einmündung platziert – entgegen der Fahrtrichtung. Weil aus seiner Sicht das Fahrzeug ordnungswidrig abgestellt war, stellte ein Polizeibeamter daher einen Strafzettel aus, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

Blitzer „Guntram“ war in der Sommerstraße im Bielefelder Stadtteil Brackwede aufgestellt. Foto: Privat

Später habe sich jedoch herausgestellt, dass für die mobilen Blitzanlagen Ausnahmeregelungen gelten. „Wir werden die Sache nicht weiter verfolgen. Das Verfahren wird eingestellt“, sagte der Polizeisprecher. Der Standort sei ordnungsgemäß - entsprechend ordnungsgemäß seien auch die dort gemessenen Geschwindigkeitsverstöße, betonte er.

Ein Polizeisprecher

Was genau den Kollegen bewogen habe, ein Verwarngeld von 15 Euro auszustellen und ob er die Ausnahmeregelungen kannte, sei noch unklar.

Das Ordnungsamt hatte das in der Stadt als „Guntram“ bekannte mobile Radargerät auf einem Anhänger in einem Wohngebiet am Straßenrand wenige Meter an einer Einmündung in der Sommerstraße im Bielefelder Stadtteil Brackwede platziert.

Weil aus seiner Sicht das Fahrzeug ordnungswidrig abgestellt war, stellte ein Polizeibeamter daher einen Strafzettel aus, wie ein Sprecher der Bielefelder Polizei am Montag sagte. Noch sei unklar, ob etwa Anwohnerbeschwerden den Kollegen zu diesem Schritt bewogen haben. Es wurde geprüft, ob für einen Blitzer Ausnahmeregelungen für das Parken gelten. Ergebnis: Der Blitzer durfte offenbar dort stehen. Anwohner sollen sich allerdings darüber beschwert haben, dass der Blitzer im Dunkeln auf der Straße schwer zu sehen ist und somit eine Gefahr für Autofahrer darstellt.

Das Knöllchen ist demnach am Samstag ausgestellt worden, nachdem der Blitzer schon mehrere Tagen nahe der Einmündung stand.

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