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Infokampagne für Senioren im Bielefelder Impfzentrum

Polizei warnt vor Corona-Betrügern

Bielefeld

Die Bielefelder Polizei geht in die Offensive gegen Corona-Betrüger, die bevorzugt Rentner abzocken wollen. Im Impfzentrum an der Stadthalle Bielefeld ist eine Infokampagne für Senioren gestartet.

Westfalen-Blatt

Die Polizei ist im Bielefelder Impfzentrum präsent und gibt Tipps zum Schutz gegen Corona-Betrüger. Foto: Thomas F. Starke

Die Enkeltrick-Betrüger nutzen die aktuelle Pandemie-Situation aus. Ältere Menschen erhalten Anrufe von angeblichen Verwandten, die angeblich schnell viel Geld für eine Coronavirus-Behandlung brauchen.

Erst vor wenigen Tagen haben Kripofahnder in Bielefeld einen dieser Kriminellen festgenommen. Das Opfer sollte den zweiten Tag in Folge abgezockt werden.

Grundsätzlich gilt: Alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Schutzimpfung sind kostenlos für alle Bürger. Barzahlungen oder Überweisungen gibt es nicht. „Impfstoffangebote an der Haustür, in Anzeigen oder im Internet sind immer unseriös. Geforderte Bargeldzahlungen für eine bevorzugte Impfung haben ebenfalls unter keinen Umständen einen seriösen Hintergrund“, sagt die Polizei Bielefeld.

„Seit dem Impfstart am Montag in der zum Impfzentrum umgestalteten Kongresshalle der Stadt Bielefeld stellen Kriminalbeamte Präventionshinweise für Senioren im Wartebereich bereit. Im Anschluss an die Impfung haben die Senioren während der empfohlenen Wartezeit Gelegenheit, sich über zielgerichtete Präventionshinweise zu informieren“, weist Polizeisprecherin Sarah Siedschlag auf das aktuelle Beratungsangebot hin.

Gerade in der Coronazeit nutzen Betrüger auf vielfältige Weise das Telefon zur Anbahnung von Betrugsdelikten. Die Täter behaupten zum Beispiel, ein Angehöriger sei erkrankt und benötige nun Geld für die Behandlung, nennt die Polizei eine der gängigen Betrugsmaschen.

Polizeisprecherin Siedschlag macht noch auf einen weiteren kriminellen „Dauerbrenner“ der Telefon-Betrüger aufmerksam: „Um die auch in Bielefeld vielfach aufgetretenen „falschen Polizisten“ ist es etwas ruhiger geworden, dennoch sollte man auch hier aufmerksam bleiben. So ist hier wiederholt ein Enkeltrickversuch gestartet worden. Im Anschluss meldet sich direkt ein falscher Polizeibeamter und behauptet, man müsse zum Schein auf den Betrugsversuch eingehen und Geld übergeben, um die Täter zu überführen.

All diese Versuche sind perfide Betrugsmaschen, um betagte Menschen um die Ersparnisse zu bringen.

Die Polizei rät: „Gehen Sie am Telefon nicht auf diese Versuche ein. Legen Sie sofort auf und verständigen die echte Polizei über die bekannte Rufnummer 0521/5450 oder in dringenden Fällen über die Notrufleitung 110.“

Weiter Tipps zum Schutz gegen Betrüger und andere Kriminelle gibt es beim Opferschutzkommissariat der Bielefelder Polizei (Kriminalkommissariat 34) unter Telefon 0521/5452550.

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