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»Aktive Pause« vor dem Bielefelder Präsidium: Beschäftigte fordern Angleichung der Gehälter

Polizeibedienstete wollen mehr Geld

Bielefeld (WB/peb). Beschäftigte der Bielefelder Polizei sind am Freitag für mehr Lohn auf die Straße gegangen. In einer »aktiven Mittagspause« versammelten sich rund 50 Mitarbeiter der Behörde sowie einige uniformierte Polizisten vor dem Polizeipräsidium an der Kurt-Schumacher-Straße, um ihre Forderungen zu unterstreichen.

Mitarbeiter der Bielefelder und der Herforder Polizei haben für mehr Lohn demonstriert. Foto: Peter Bollig

Für sie war es der Protest-Auftakt im Zuge der nächsten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder. Kollegen aus dem Kreis Herford schlossen sich der Demonstration, die im Rahmen einer aktiven Pause und damit außerhalb der Arbeitszeit stattfand, an.

Sechs Prozent mehr

»Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt«, begründete Manfred Mohning vom Vorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Kreisgruppe Bielefeld den Protest. Er gehe von »schwierigen Verhandlungen« zwischen den Gewerkschaften und den Bundesländern aus.

Die Polizeibediensteten schließen sich damit den Forderungen anderer Bereiche des öffentlichen Dienstes an. So hatten, wie berichtet, am Donnerstag in Bielefeld Lehrer und Universitätsbeschäftigte die Arbeit niedergelegt. Sie fordern unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat.

Erhöhung schon bei Bund und Kommunen

Manfred Mohning verwies auf die bereits beschlossenen Tariferhöhungen für Kollegen beim Bund und in den Kommunen. Die GdP sowie weitere Gewerkschaften fordern, dass die Beschäftigten in den Ländern genauso bezahlt werden wie die in den Kommunen und beim Bund. Es mache derzeit im Portemonnaie einen großen Unterschied, ob ein Mitarbeiter beispielsweise bei der Landespolizei oder bei der Bundespolizei angestellt sei.

Bei der Bielefelder Polizei arbeiten nach Angaben von Matthias Kampmeier, Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe, derzeit neben den 1200 Beamten rund 150 Tarifbeschäftigte, außerdem fast 600 Auszubildende. An den Tarifabschlüssen für die Beschäftigten, sagte Manfred Mohning, orientierten sich später wohl auch die Gehälter der Beamten des Landes.

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