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Nordafrikanische Banden sind in der Innenstadt zum Problem geworden

Polizeirazzia auf dem Kesselbrink

Bielefeld (WB/hz). Es ist schon lange kein Geheimnis mehr in der Stadt: Nach der aufwendigen Umgestaltung ist der Kesselbrink zum Treff- und Sammelpunkt von Drogenhändlern, Dieben, Hehlern und Sextätern geworden. Auf dem zentralen Platz zwischen Polizei- und Telekom-Hochhaus sowie Volksbank-Baustelle haben seit langem kriminelle Banden aus Nordafrika das Sagen.

Leibesvisitation: Auf offener Straße wird dieser junge Mann vor der Volksbank-Baustelle am Kesselbrink durchsucht. Foto: Thomas F. Starke

Selbst die Polizei Bielefeld, die lange dazu geschwiegen hatte, räumt Probleme mit der Zuwandererklientel inzwischen ganz offen ein. »Es gibt vermehrt Diebstähle und Körperverletzungsdelikte zwischen verschiedenen Gruppen«, sagte Polizeisprecher Michael Kötter am Montag und kündigte eine Reihe von Razzien in der Innenstadt an.

Aktuell sorgen vor allem jugendliche und junge erwachsene Männer aus Marokko auf dem Kesselbrink und rund um den Jahnplatz bis in das Neue Bahnhofsviertel hinein für negative Schlagzeilen, bestätigt die Polizei. Betroffene berichten von dreisten Diebstählen, bei denen sich der Täter in voller Fahrt auf Gepäckträger schwingt und das radelnde Opfer nach Beute abtastet.

Brücke über den Ostwestfalendamm wird zur Falle

Zur Falle wird den Schilderungen zufolge auch die Brücke über den Ostwestfalendamm zwischen dem Freizeitbad Ishara und der Jöllenbecker Straße. Besonders Besucher des Musikclubs Forum laufen Gefahr, nachts von beiden Brückenseiten aus von Kriminellen in die Zange genommen zu werden. Neben Straßenraub und -Diebstahl ist in der Innenstadt immer wieder von sex­uellen Beleidigungen und Übergriffen auf Frauen die Rede.

Polizeisprecher Michael Kötter berichtete am Montag von einem 17-jährigen Marokkaner, der nach fünf Straftaten in Untersuchungshaft sitzt. Der polizeibekannte Jugendliche beging am Wochenende (Freitag bis Sonntag) zwischen Kesselbrink und Bahnhofstraße zwei Raub- und zwei Körperverletzungsdelikte sowie einen Diebstahl, bevor er gefasst wurde.

Sieben Festnahmen, 22 Platzverweise

Auf dem Kesselbrink setzten Zivilfahnder und Polizisten der Bielefelder Einsatzhundertschaft am Montag öffentlichkeitswirksam ein Zeichen gegen die Szene. Nachdem es Augenzeugenberichten zufolge bereits am Freitagabend einen Polizeieinsatz im kleineren Rahmen gegeben hatte, riegelten am Montag um 16.40 Uhr bei einer Razzia zahlreiche uniformierte Polizisten den Bereich rund um den grünen Würfel ab.

Zuvor hatten Zivilfahnder am Nachmittag den Drogenhandel und andere Aktivitäten der Szene observiert. Bei der folgenden Razzia wurden mutmaßliche Kriminelle nach begangenen Straftaten festgenommen und insgesamt um die 30 Verdächtige durchsucht.

Für sieben polizeibekannte Kriminelle endete der Montag erst einmal in Polizeizellen. Gegen 22 Personen seien zudem Platzverweise für den Kesselbrink ausgesprochen worden, sagte Polizeisprecher Kötter nach Razziaende.

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