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Prozess: Bielefelder gibt sich als Opfer aus und tischt Lüge von rechtsradikalen Überfällen auf

Polizisten versuchten Mord vorgeworfen

Bielefeld

Die Vorwürfe waren an Schwere kaum noch zu überbieten: Rechtsradikale Polizisten mit Hakenkreuz-Masken sollen im Bielefelder Süden versucht haben, aus Fremdenhass einen Iraner (20) umzubringen. Dabei sollen die zum Teil uniformierten Täter den 20-Jährigen aus Brackwede am Niemöllershof mit einem Messer angegriffen und an Kopf und Oberkörper verletzt, ihm ein Hakenkreuz in die Brust geritzt, bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und dann in die Lutter geschmissen haben.

Von Jens Heinze

Symbolbild Foto: dpa

Am Donnerstag wurde das angebliche Opfer, das tatsächlich der Täter war, von Richterin Judith Walter wegen Vortäuschen von Straftaten, falscher Verdächtigung und Beleidigung verurteilt. Denn das versuchte Tötungsdelikt vom Abend 11. November 2020 hatte der Berufsschüler genauso erfunden wie einen vorangegangenen rechtsradikalen Überfall am Abend des 16. Januar vergangenen Jahres an der Lutteraue zwischen der Marienfelder Straße und der Straße Am Freibad.

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