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Ermittlungen nach Anzeige wegen Urkundenunterdrückung eingestellt

Polizistin zeigt eigene Behörde an

Bielefeld (WB/ca). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Bielefeld eingestellt. Eine Streifenbeamtin hatte vor längerer Zeit Anzeige wegen Urkundenunterdrückung erstattet, weil in ihrer Personalakte ein Schriftstück gefehlt haben soll.

Symbolbild.: Eine Streifenbeamtin hatte Anzeige wegen Urkundenunterdrückung erstattet. Foto: dpa

Nach Aufnahme staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen und Erwirkung eines Durchsuchungsbeschlusses wurde das Schriftstück in einer anderen Akte entdeckt. Einen Vorsatz konnte die Staatsanwaltschaft aber nicht erkennen, zumal sich der Inhalt des Schriftstücks auch aus anderen Unterlagen ergeben haben soll und nicht von der Behörde bestritten wurde.

Nach Angaben einzelner Polizisten soll es in der Personalabteilung häufiger Probleme geben. Von verschwundenen Akten, Beurteilungen und langen Bearbeitungszeiten ist die Rede. Erst kürzlich hatte die Personalleitung in einem internen Schreiben um Verständnis dafür gebeten, dass man aufgrund eines Personalwechsels Dienstjubiläen vergessen habe.

Alle Jubilare aus September und Oktober würden nun in einer gemeinsamen Veranstaltung geehrt, heißt es in dem Schreiben. Das Polizeipräsidium wollte sich zu der Anzeige der Polizistin nicht äußern.

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