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Pläne für ICE-Trasse zwischen Bielefeld und Bad Oeynhausen: Fahrgastverband widerspricht Spekulationen

Pro Bahn: keine neuen Gleise geplant

Bad Oeynhausen/Bi...

Der Fahrgastverband Pro Bahn widerspricht Spekulationen, wonach die Deutsche Bahn ein fünftes und sechstes Gleis entlang der Bestandsstrecke zwischen Bielefeld und Bad Oeynhausen plane.

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Zwei Fernzüge (ICE) stehen im Hauptbahnhof auf den Gleisen. Zur Beschleunigung des Bahnverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung. Foto: Friso Gentsch/dpa

„Es geht vielmehr darum, den Bau eines fünften und sechsten Gleises durch die freie Landschaft zu vermeiden. Vier Gleise genügen auch für die ferne Zukunft“, sagt Rainer Engel, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Ostwestfalen-Lippe.

Engel führt das auf eine missverständliche Formulierung in einer Mitteilung der Bahn zurück, in der es heiße, dass zwei zusätzliche Gleise zwischen Bielefeld und Hannover notwendig seien. „Diese Meldung trifft nur zu, soweit es darum geht, die letzte Minute Beschleunigung herauszuholen und eine Fahrzeit von 31 Minuten von Bielefeld nach Hannover zu erreichen“, so Engel.

Mit etwas längerer Fahrzeit könne aber diese Neubaustrecke auf den Abschnitt zwischen Bad Oeynhausen und Hannover verkürzt werden. „Und dann werden zwischen Bielefeld und Bad Oeynhausen keine neuen Gleise notwendig. Das ist unseres Wissens auch die Auffassung der Fachplaner der Deutschen Bahn.“

Verkürzte Neubaustrecke vorgeschlagen

Ende November hatte das Bundesverkehrsministerium Voruntersuchungen mit Trassenvorschlägen veröffentlicht. „Auch darin findet sich kein fünftes und sechstes Gleis zwischen Bielefeld und Bad Oeynhausen“, berichtet Engel. Gerade um große Bauarbeiten in der Region zu vermeiden, hätten Pro Bahn und die Initiative Deutschland-Takt eine verkürzte Neubaustrecke vorgeschlagen.

Engel: „Wir können fachlich nachweisen, dass wenige Minuten mehr Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hannover in den Deutschland-Takt integriert werden können. Dafür können mehr als 20 Kilometer Neubaustrecke eingespart werden.“

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