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Queller musste Geschäft im früheren Kampmann-Haus schließen

Projekt »Wohnen auf Zeit« war illegal

Bielefeld (WB). Das war ein kurzes Gastspiel: Nur wenige Wochen, nachdem im früheren Fabrikgebäude der Stickerei Kampmann das »Cityhome apart – Wohnen auf Zeit« eröffnet hatte, ist schon wieder Schluss. Die neue Beschilderung des Backsteingebäudes an der Carl-Severing-Straße 60 wurde abmontiert, der Betrieb, der erst seit Dezember lief, inzwischen eingestellt.

Markus Poch

Die Schilder sind inzwischen abgenommen worden: Das »Cityhome apart – Wohnen auf Zeit« im ehemaligen Fabrikgebäude der Queller Stickerei Kampmann hat geschlossen. Foto: Markus Poch

Wie berichtet, ist die Immobilie dem Abriss geweiht. Der Discounter Lidl als aktueller Eigentümer möchte sie am liebsten kurzfristig abreißen lassen, um auf dem prominent gelegenen Terrain einen Supermarkt zu errichten. Doch die rechte Hälfte des Hauses ist noch belegt, unter anderem von der Reinigung Kleine. Außerdem liegen Abriss- und Baugenehmigung seitens der Stadt Bielefeld noch nicht vor. Mit beidem rechnet Lidl Ende 2019 oder Anfang 2020.

So lange wollte ein Queller Geschäftsmann im linken Teil des noch gut erhaltenen, mehr als 100 Jahre alten Abbruchhauses günstige Wohnungen für Handwerker und Monteure anbieten. Doch das tat der Lidl-Mieter ohne die erforderlichen Genehmigungen des Bauamtes.

»Der Mann hat sich den Vermietungszweck nicht genehmigen lassen und die Räume deshalb illegal genutzt«, erklärt Bauamtsleiterin Catrin Hedwig. »Außerdem stellte das Bauamt vor Ort erhebliche Verstöße gegen brandschutzrechtliche Anforderungen fest. Das Übernachten dort war eine Gefahr für Leib und Leben.« Deshalb habe das Bauamt ihm die entsprechende »Nutzungsuntersagungsverfügung« zugestellt.

Gegenüber dem WESTFALEN-BLATT wollte sich der Betreiber zu dieser Sache nicht äußern.

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