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Festival im Bielefelder Vogelviertel entführt am 21. August in außergewöhnliche Klanglandschaften

Pulsierend und bunt

Bielefeld

Das Festival im Vogelviertel entführt am Samstag, 21. August, in außergewöhnliche Klanglandschaften aus dem Nahen Osten und bringt Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. In diesem Jahr präsentieren drei Bands dem Publikum beim »Umsonst & draußen«-Festival auf dem GAB-Gelände das faszinierende Zusammenspiel von Orient und Okzident – von traditionellen Arrangements bis zu atmosphärischer Elektronik.

Eleanna Pitsikaki spielt Kanun im Oriental Jazz QuartettShkoon Ibrahim Keivo Foto: BridgesGreg de WodeSipan Hota

Nachdem das Festival am 12. Juni coronabedingt ausfallen musste, lädt das Kulturamt Bielefeld nun am 21. August zum facettenreichen Open-Air-Konzert. Der Eintritt ist frei. Der Einlass richtet sich nach der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung.

Das musikalische Programm beginnt um 18 Uhr mit dem Oriental Jazz Quartett, das eine spannende Mischung aus Jazz, orientalischen Klangfarben und Rhythmen präsentiert. Kontrabass und Saxofon treffen auf Tabla und Kanun. Gefunden hat sich die Gruppe im Rahmen der interkulturellen Initiative »Bridges – Musik verbindet« aus Frankfurt/Main, die seit 2016 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Migrations- und Fluchthintergrund zusammenbringt.

Kraftvoll und mitreißend

Kraftvoll und mitreißend trägt der syrisch-armenische Sänger und Komponist Ibrahim Keivo Lieder seiner Heimat vor. Ibrahim Keivos Musik und Texte auf Arabisch, Kurdisch, Assyrisch, Chaldäisch und Armenisch offenbaren einen wahren Schatz an kultureller Vielfalt und musikalischen Stilmitteln. Sein Gesang illustriert die wunderbare Multiethnizität des Jezireh. Diese Region im syrischen Mesopotamien, in der Araber, Assyrer, Chaldäer, Kurden, Syrer und Armenier nebeneinander leben und ihre Lieder und ihre Musik teilen, ist eine der Wiegen der Zivilisation. Seit Jahren reist Ibrahim Keivo durch die Dörfer von Jezireh und sammelt die Lieder der Region: Wiegenlieder, Tanzlieder, Liebeslieder, epische Lieder oder religiöse Lieder. An dem Abend wird er ab 19.15 Uhr von vier virtuosen Musikern begleitet.

Orientalische Melodien

Für einen berauschenden Abschluss des Festivals sorgt Shkoon mit einem außergewöhnlichen Mix, den die deutsch-syrische Band aus Hamburg selbst als »Oriental Slow House« beschreibt. In ihren energiegeladenen Sets verweben Shkoon orientalische Melodien mit okzidentaler Elektronik und schaffen so eine mit Textur und klanglicher Würze angefüllte Atmosphäre. Mit Piano, Violine, Synthesizern, Percussion und Gesang bauen sie ihre einzigartigen Klangwelten auf. Mal tiefgängig, mal federleicht. Mit ihrem jüngsten Album »Rima« senden sie eine Botschaft an die Welt: die Bedeutung kultureller Diversität.

Der Eintritt ist frei. Der Einlass richtet sich nach der geltenden Corona-Schutzverordnung. Informationen gibt es unter www.kulturamt-bielefeld.de.

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