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Überfälle auf zwei Tankstellen und eine Apotheke in Bielefeld und Herford

Räuber muss für fünfeinhalb Jahre in Haft

Bielefeld (WB/hz). Das Landgericht hat einen bereits vorbestraften Bielefelder (33) wegen mehrerer Raubtaten und wegen Drogendelikten zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Zudem muss der rauschgiftabhängige Mann in den geschlossenen Drogenentzug.

Das Landgericht Bielefeld Foto: Thomas F. Starke

Sein gleichfalls drogensüchtiger, aber noch nicht vorbestrafter Komplize (18) kam mit dem sprichwörtlichen „blauen Auge“ davon. Der wegen seines Alters nach Jugendrecht verurteilte 18-Jährige erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe. Die Unterbringung im geschlossenen Drogenentzug wurde für den jungen Mann ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt.

Staatsanwalt Moritz Kutkuhn hatte den zwei bis zu ihrer Inhaftierung in Brake wohnenden Männern vorgeworfen, bei drei Raubzügen am 10., 13. und 27. Januar dieses Jahres knapp 2950 Euro erbeutet zu haben. Das Duo hatte maskiert mit Sturmhauben und bewaffnet mit einer Softair-Pistole die Aral-Tankstelle an der Potsdamer Straße in Heepen und eine Tankstelle an der Bismarckstraße in Herford ausgeraubt.

Den letzten Überfall begingen die Kriminellen am Abend des 27. Januar in einer Apotheke an der Amtmann-Bullrich-Straße in Heepen. Bei der Flucht mit Bargeld im vierstelligen Bereich wurden sie von einer Autofahrerin beobachtet. Die Rentnerin nahm die Verfolgung auf, merkte sich das Kennzeichen des Fluchtwagens und alarmierte die Polizei. Kripofahnder nahmen die Räuber fest.

Die Angeklagten gestanden gleich am ersten Prozesstag alle Taten. Die Beute hätten sie für Drogen, Lebensmittel und zum Tanken ausgegeben. Der 33-Jährige räumte zudem ein, zuhause eine Marihuanaplantage betrieben zu haben.

Der Prozess verlief nicht ohne Hindernisse. Die Verhandlung startete im Mai ein zweites Mal. Nach dem ursprünglichen Auftakt am 4. Mai hatte sich heraus gestellt, dass auf der Richterbank ein blinder Schöffe saß.

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