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Bielefelder nutzen das klare Winterwetter für ausgiebige Spaziergänge – Kontrollfahrten des Ordnungsamtes

Raus an die frische Luft

Bielefeld (WB).

Sonne pur, leichte Minusgrade, trockene Luft und kein eisiger Wind – das ideale Wetter, um einen Spaziergang zu machen. Entsprechend hat es vor allem am Sonntag viele Bielefelder in die Natur gezogen.

Sabine Schulze

Züleyka Sarikaya gibt auf dem Spielplatz am Obersee der Nestschaukel mit Malea und Töchterchen Ayla Schwung. Foto: Bernhard Pierel

Die Parkplätze waren voll, auf den beliebtesten Wegstrecken wie etwa rund um den Obersee oder auf dem Hermannsweg war deutlich mehr los als in der Bielefelder Innenstadt.

Da das schöne Wetter vorhergesagt war, hatte sich auch das Ordnungsamt auf Andrang vorbereitet: „Die Mitarbeiter haben die Anweisung, die Wanderparkplätze anzufahren“, sagte Stadtsprecherin Gisela Bockermann: Wer sein Auto verbotswidrig abgestellt hatte, musste damit rechnen, ein Knöllchen zu kassieren. Ansonsten gab es keine Beanstandungen.

Gegen Mittag ging schon nichts mehr auf den Parkplätzen rund um den Obersee, die Wanderfreunde wichen aus – etwa auf den Streifen entlang der Engerschen Straße oder in nahe gelegene Wohnstraßen. Entsprechend voll war der Rundweg um den See: Fußgänger, Radfahrer und einige Inline-Skater mussten ihn sich teilen. „Die Kinder brauchen Auslauf“, sagte Züleyka Sarikaya, die mit ihren Kinder Ela und Ayla unterwegs war. Melina, Mino und Malea wiederum hatten ihren Papa zum Ausflug an den Obersee überredet, weil sie Enten sehen wollten.

Beliebtes Ziel ist der Bürgerpark

Eher unerwartet leer war da der Parkplatz am Tierpark Olderdissen. Der Tierpark ist zwar geschlossen, allerdings kann man von hier gut zur Ochsenheide und dem Poetenweg oder – wenn man die Langstrecke bevorzugte – auf den Hermannsweg gelangen. Aber eben auch von vielen anderen Wanderparkplätzen aus: Denn der Kammweg war sehr gut frequentiert, zwischen Kirchdornberg und Eisernem Anton regelrecht trubelig. Da kamen sich entgegenkommende Wanderer schon einmal näher, als die Coronaschutzbestimmungen vorsehen. Und Mountainbiker wichen tunlichst auf Nebenstrecken aus.

Das galt auch für die Promenade. Nicht nur zwischen Sparrenburg und Brand‘s Busch, sondern weit darüber hinaus wanderten die Bielefelder bei klarem Winterwetter. Wenn sonst Corona-bedingt schon nicht viel möglich ist, wollte man wenigstens Auslauf haben, dazu von der Burg aus den Blick über die Stadt. Dass auf dem Gelände von Bielefelds Wahrzeichen Maskenpflicht herrscht, hatte sich aber offenbar noch nicht zu allen herumgesprochen.

Als beliebtes Ziel für die Bürger im Bielefelder Westen erwies sich auch der Bürgerpark: ein wenig Sonne tanken auf einer der Bänke mit Blick auf die Oetkerhalle oder – ein Vergnügen besonders für die Kinder – Eisscherbenschießen auf der zugefrorenen (aber noch nicht tragfähigen!) Fläche des Teichs gehörten dazu.

Alles in allem: Überall nutzten die Bielefelder die Gelegenheit zu ausgiebigen Spaziergängen und Wanderungen, „wenigstens das Wetter verdirbt einem heute nicht die Laune“, kommentierte eine Wanderin.

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