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Neue Verkehrsregelung für die Wilhelmstraße – zunächst Testlauf für ein Jahr

Rein und wieder raus

Bielefeld

Rein über die Straße Am Kesselbrink und raus über die Straße Am Kesselbrink in Richtung Turnerstraße. So soll künftig die Verkehrsführung in der Wilhelmstraße aussehen. Die nur wenige hundert Meter lange Innenstadtstraße soll zur Friedrich-Verleger-Straße hin dauerhaft abgebunden werden.

Michael Schläger

Die Wilhelmstraße (Einfahrt rechts im Bild) wird abgebunden, ist künftig nur über den Kesselbrink zu erreichen. Foto: Bernhard Pierel

Für die so genannte Variante 3 stimmten in der Bezirksvertretung Mitte am Donnerstag SPD, Grüne Linke und „Die Partei“. CDU, FDP und AfD favorisierten die Variante 1b. Auch dabei wäre die Wilhelmstraße zur Friedrich-Verleger-Straße hin abgebunden worden, die Ausfahrt über den Kesselbrink wäre aber in Richtung Friedrich-Ebert-Straße erfolgt. Damit, so Jan-Helge Henningsen (CDU), wäre ein altes Problem gelöst worden. Denn schon die bisherige Verkehrsführung in diesem Bereich werde von Autofahrern kaum akzeptiert.

Bevor die Verwaltung ihre Vorschläge für die künftige Verkehrsführung machte, hatte sie eine Verkehrszählung durchgeführt. Am 3. September 2020, einem der beiden Zähltage, wurden auf der Straße Am Kesselbrink 800 Radfahrer, 150 Busse und 1000 Kfz in 24 Stunden gezählt. Von den 1000 Kfz waren rund 500 regelwidrig geradeaus in Richtung Friedrich-Ebert-Straße gefahren.

Die Mehrheit in der Bezirksvertretung blieb bei ihrer Entscheidung, baute noch eine kleine Sicherheit in ihren Beschluss ein. „Wir wollen zunächst einen einjährigen Probebetrieb“, sagte Veronika Rosenbohm (SPD). Eigentlich sollten deshalb zunächst auch keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Doch das funktioniere nur bedingt, sagte der – eine Premiere in Pandemiezeiten – aus dem Home Office zugeschaltete zuständige Verwaltungsmitarbeiter Oliver Spree. Bei dieser Variante sei ein Rückbau des Inselkopfes der Mittelinsel in Höhe der Tiefgaragen-Ausfahrt am Kesselbrink erforderlich. Nur so könnten Fahrzeuge auch tatsächlich aus der Wilhelmstraße ausfahren.

Bis zum Beginn der Umbauarbeiten für den Jahnplatz war die Wilhelmstraße eine Einbahnstraße aus Richtung Kesselbrink in Richtung Friedrich-Verleger-Straße. Weil in der früheren Stadtbibliothek die „Wissenswerk-Stadt“ entstehen soll, hatten sich die Bezirksvertreter dafür ausgesprochen, die Wilhelmstraße abzubinden und so einen kleinen Vorplatz für die neue Bildungs- und Kultureinrichtung zu schaffen. Größere Lkw, Liefer- oder Müllfahrzeuge sollen auch künftig weiter über die Friedrich-Verleger-Straße ausfahren können. Für sie wäre die Wendemöglichkeit zu eng.

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