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Hermannslauf am Sonntag: volle Distanz, halbe Teilnehmerzahl

Sansar, wer sonst?

Bielefeld

Wahrscheinlich wird es an diesem Sonntag so gegen 12.45 Uhr auf der Promenade an der Sparrenburg den ersten Applaus für den Sieger des 49. Hermannslaufs geben. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass es wieder Elias Sansar sein wird. Der 41-jährige Detmolder triumphierte bereits zwölf Mal bei dem OWL-Traditionslauf. 2019 bei der letzten Austragung sogar in persönlicher Bestzeit: 1:44:54 Stunden.

Wahrscheinlich wird der Detmolder Elias Sansar zum 13. Mal im Ziel den Siegerkranz in die Höhe strecken.  Foto: Oliver Schwabe

Wer der schärfste Konkurrent auf der 31,1 Kilometer langen Strecke vom Hermannsdenkmal zur Sparrenburg für den „Herminator“ werden wird, ist unklar. Schon häufig wurden andere Läufer als Sieganwärter gehandelt, doch nur wenige konnten ihre Kenntnisse der so wechselhaften Strecke derart gekonnt nutzen wie der Seriensieger.

2019 galt Florian Neu-schwander, ein Ultraläufer aus Offenbach am Main, als harter Konkurrent. Man rechnete mit einem knappen Einlauf. Doch Sansar distanzierte den Debütanten; erst sechs Minuten nach dem Detmolder kam der Mann, bei dem das Laufen eigentlich erst ab 50 Kilometer los geht, im Ziel an – als Fünfter. Und gratulierte mit folgendem Satz: „Du bist der Meister.“

Ultraläufer Florian Neuschwander 2019 zu Elias Sansar im Ziel

Insgesamt wollen 2800 Laufbegeisterte, 520 Wanderer und 110 Kinder (Mini-Hermann über 2,5 Kilometer) am Sonntag dabei sein. Die unter 2G-Bedingungen verhaltene Melderesonanz erleichtert es dem Ausrichter, organisatorisch alles im Griff zu behalten – trotz des Mehraufwands durch Hygienekonzept und Coronaschutzverordnung. Für die Zuschauer gilt die 3G-Regel.

Der Frauen-Sieg wird Stephanie Strate (SV Brackwede/Zielzeit 2:00 Stunden) kaum zu nehmen sein. Sie lief Mitte September in 1:16:47 Stunden Bielefelder Halbmarathon-Kreisrekord. Nach drei zweiten Plätzen und zwei dritten würde sich die Grundschullehrerin aus Augustdorf über einen Sieg freuen. Anika Fels (LG Coesfeld/Studentin in Bielefeld) will nach Platz vier (2019) aufs Podium.

Michelle Rannacher nicht dabei

Nicht am Start ist Titelverteidigerin Michelle Rannacher. Sie hat 2020 geheiratet und engagiert sich mittlerweile mehr im elterlichen Gartenbau-Betrieb. Auch die ehemalige Siegerin Hilde Anders wird dieses Mal fehlen, wenn die verschiedenen Startgruppen ab 11 Uhr auf die Strecke geschickt werden. Und um es einmal sportpoetisch auszudrücken: Jeder, der ins Ziel kommt, ist ein Sieger.

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