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Feuerwehreinsatz an der Eisenstraße in Bielefeld – Autofahrer sehen Feuerschein von der A 33

Scheune in Flammen

Bielefeld (WB)

Eine alte Scheune ist am Samstagmorgen in Bielefeld-Quelle in Brand geraten. Mehrere Autofahrer von der nahen Autobahn 33 und Anwohner, deren Stromversorgung ausgefallen war, alarmierten die Feuerwehr um kurz nach Mitternacht zur Eisenstraße. Bei dem Dachstuhlbrand der Scheune, die von der Straße abgelegen war, wurde niemand verletzt.

Christian Müller 

An der Eisenstraße in Bielefeld löschen Feuerwehrleute eine brennende Scheune. Foto: Christian Müller

Etwa 35 Brandbekämpfer hatten das Feuer rasch unter Kontrolle. Der Pächter sowie zwei Wohnungslose hatten auf dem Hof ein Feuer in einer Feuerstelle entfacht und befanden sich bei Eintreffen der Wehrleute außerhalb der Scheune. Vermutlich hatten Funken die unbewohnte Scheune in Brand gesetzt. Einer der beiden Wohnungslosen verschwand vor dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei, soll aber später angetroffen worden sein. Die beiden vor Ort verbliebenen Männer wollten der Polizei gegenüber auf einige Fragen nicht antworten und sich erst absprechen. Ein Diensthundeführer kam zur Einsatzstelle.

Gegenüber den Beamten und Reportern zeigte sich der alkoholisierte Pächter aggressiv und behinderte die Berichterstattung. Von Polizeibeamten musste er beruhigt werden und blieb während des Einsatzes unter Beobachtung. Die alte Fachwerkscheune, die bereits vor dem Brand einer Ruine glich, wurde in einem Teil als Fahrradwerkstatt genutzt. Zahlreiche Fahrräder und einige Motorräder waren auf dem Hof abgestellt. Um mit der Drehleiter näher an das Objekt dranzukommen, sägten Feuerwehrleute Bäume und Sträucher nahe der Scheune ab.

Nachdem die Brandbekämpfer die Wellblechverkleidungen vom Dach eines hölzernen Anbaus entfernt hatten, konnten die letzten Glutnester mit einer Wärmebildkamera ausfindig gemacht und abgelöscht werden. Nach zwei Stunden war der Einsatz für die Berufsfeuerwehr und die Löschabteilungen Quelle, Ummeln und Kupferhammer beendet. Auch die Drehleiter der Löschabteilung Brackwede konnte wieder abrücken.

Die Bewohner konnten in einem auf dem Resthof abgestellten Wohnwagen verbleiben. Die Eigentümerin aus Verl, die laut Polizeiangaben das letzte Mal im Sommer vor Ort war, verschaffte sich in der Nacht ein Bild der Lage. Stadtwerke-Mitarbeiter kümmerten sich um die defekte Spannungsversorgung. An einer Freileitung soll es durch die Flammen zu einem Kurzschluss gekommen sein. Sieben Hausanschlüsse waren etwa dreieinhalb Stunden ohne Strom. Wie hoch der entstandene Sachschaden an dem stark baufälligen Kotten liegt, konnte nicht abgeschätzt werden. Die Polizei muss nun die Brandursache ermitteln.

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