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Sporthalle der Grundschule muss doch am alten Standort gebaut werden

„Schilda in Dornberg“

Bielefeld  (WB). Für Bezirksbürgermeister Paul John (Grüne) ist es ein Stück „Schilda in Dornberg“. Noch in der November-Sitzung hatte eine Vertreterin des städtischen Immobilienservicebetriebes (ISB) den Dornberger Bezirksvertretern wortreich erläutert, warum der Ersatz der Sporthalle an der Grundschule Dornberg nur auf dem angrenzenden Bolzplatz und nirgends sonst entstehen könne. Schon kurz danach machte der ISB einen Rückzieher, berichtete John in der Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstag.

Michael Schläger

Die neue Sporthalle in Dornberg muss nun doch am Standort der bisherigen errichtet werden. Foto: Hendrik Uffmann

Das bekamen sie dort auch schriftlich. In einer Mitteilung mussten die verdutzten Bezirksvertreter zur Kenntnis nehmen, dass nun der Bau der Sporthalle am bestehenden Standort geprüft werde. Das heißt: Die alte Sporthalle muss zunächst abgerissen und dann ein Neubau auf dem vorhandenen Grundstück errichtet werden. Die baurechtliche Abstimmung mit dem Bauamt habe sich in Bezug auf das Baufenster als schwierig erwiesen, lautet die offizielle Begründung für den Verzicht auf den Bolzplatz.

Auch, dass die Dornberger Grundschüler dann während der Bauzeit mit dem Bus in die Sporthalle der Grundschule Hoberge gefahren werden müssten, spielt jetzt offenbar keine Rolle mehr. Zuvor war dies als einer der Gründe genannt worden, weshalb, die neue Halle auf dem Bolzplatz entstehen sollte. Parallel hätte der Sportunterricht in der alten Halle weiterlaufen können.

Start-Verzögerungen sind programmiert

Jetzt sind weitere Verzögerungen beim Baustart programmiert. Denn aktuell nutzt die Wellensiekschule die Hoberger Halle für ihren Unterricht. Auch dort wird neu gebaut. Das bedeutet, dass diese Baumaßnahme zunächst abgeschlossen sein muss, bevor in Dornberg mit dem Bau begonnen werden kann. Inzwischen ist von einem Baustart in Dornberg nicht vor 2021 die Rede. Dann sollte die neue Halle eigentlich schon fertig sein.

Vor allem Wilhelm Kleinesdar (CDU) hatte den Wegfall des Bolzplatzes beklagt. Der war mit seiner Hilfe, viel weiterem ehrenamtlichen Engagement und Spendengeld entstanden, ist nach wie vor gut in Schuss und wird reichlich genutzt.

In der Sitzung am Donnerstag beklagte er zudem, dass die Planungskosten jetzt erst einmal in den Sand gesetzt worden seien. Einig war er sich mit den anderen Bezirksvertretern, dass das Gremium in die weiteren Schritte besser eingebunden werden müsse.

Zuschauertribüne wird es nicht geben

Einer weiteren Anregung der Bezirksvertreter erteilte der ISB allerdings eine deutliche Absage. Der Wunsch nach einer Zuschauertribüne lasse sich nicht erfüllen, hieß es in der schriftlichen Stellungnahme des Immobilienservicebetriebes. Dafür müsste unter anderem die Deckenhöhe deutlich angehoben werden. Es entstünden Mehrkosten von 550.000 Euro. Eingeplant sind für die Einfachhalle samt eines Gymnastik- und eines Mehrzewckraums bisher insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Die bestehende Halle wird 46 Jahre alt, gilt als abgängig. Auch das hatte bereits zu Kritik geführt. Hinterfragt worden war im November in der Bezirksvertretung, warum ein noch relativ junges Gebäude wie die Sporthalle nicht auch saniert werden könne. Dagegen spräche der katastrophale energetische Zustand der Halle, die maroden Heizungs- und Sanitäranlagen, so der ISB damals.

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