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Förderverein der Radrennbahn sucht Fotos aus vergangenen Tagen

Schmeling, Cocker, Adenauer

Bielefeld (WB). Der große Tag wird erst im September begangen, der 65. Geburtstag des Betonovals in den Heeper Fichten. Michael Mertins findet aber, die Bielefelder sollten schon jetzt in ihren Fotokästen, Alben oder Schubladen Ausschau halten nach Fotografien und Relikten aus den Anfangsjahren der Radrennbahn.

Michael Diekmann

Die verschiedenen Veranstaltungen lockten einstmals Tausende Besucher zur Radrennbahn.

Zum Denkmaltag am 9. September planen die Mitglieder des Fördervereins Radrennbahn ein ganz besonderes Programm. Unter dem Titel »Entdecken, was uns verbindet« soll es auch eine große Fotowand geben. Zu sehen sein sollen nicht nur die aus Archiven längst vertrauten Motive, sondern hoffentlich viele »Neuentdeckungen«. Es gibt, glaubt Vorstandsmitglied Michael Mertins, bestimmt jede Menge Bielefelder nicht nur im 5. Kanton, die reichlich alte Schwarzweiß-Aufnahmen besitzen.

Vielfältige Geschichte

Man möchte möglichst vielfältig die Geschichte der einzigartigen Anlage zeigen, an außergewöhnliche Veranstaltungen erinnern wie Autorennen im Oval, Motorradrennen und natürlich die diversen Radsportveranstaltungen mit ihrem für heutige Verhältnisse eher ungewöhnlichen Rahmenprogramm. Vielleicht gibt es ja noch unentdeckte Fotografien von jenem legendären Tag, als Max Schmeling als Repräsentant für Coca Cola vor 12.000 Zuschauern die Eröffnung übernahm.

In den vergangenen Jahren waren dem Förderverein mit seinen inzwischen 100 Mitgliedern schon einige private Fotos zugegangen. Wie so etwas aussehen kann, mag man sich unter www.radrennbahn-bielefeld.de auf der Webseite des Vereins anschauen. Dass noch ungeahnte Schätze gehoben werden können, steht für die Organisatoren längst fest.

Schließlich wurde in der Bahn nicht nur Radsport betrieben, sondern es gab politische Kundgebungen von Konrad Adenauer oder Erich Ollenhauer, es gab Boxkämpfe und Schlittschuhlauf. Einige Jahre lang hatte es sogar eine Eisbahn im Innenfeld gegeben. Britische Militärkapellen marschierten ein, Polzeisportfeste wurden bestaunt. Und das Konzert von Joe Cocker ist unvergessen, einzigartig, war aber einigen im Kanton zu laut.

Machbarkeitsstudie

Noch vor dem Sommer möchte der Förderverein aber auch seine Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit vorstellen. Immerhin hat man zusammen mit dem Architekten viel Zeit darauf verwendet, neue Möglichkeiten einer möglichst breiten Nutzung der Anlage zu prüfen.

Als Herzstück des Bielefelder Radsports lässt die Anlage auch ausreichend Raum für andere Möglichkeiten. Zugleich soll den Bielefeldern bewusst werden, welch hohen Stellenwert die Anlage genießt, die mit ihren 333 Metern Spannbeton inzwischen einzigartig ist und die Aufmerksamkeit der Bielefelder Verantwortlichen auch im Rathaus verdient.

Per Post oder per E-Mail

Wer interessante Fundsachen zu bieten hat, kann sich an den Schriftführer des Fördervereins wenden. Volker Zeiger erreicht man postalisch für Fotografien an der Wiener Straße 8a in 33649 Bielefeld. Digitale Dateien kann man an die E-Mail-Adresse radrennbahn-bielefeld@t-online.de schicken.

In jedem Fall sollte man sich einverstanden erklären, dass der Verein die Fotos später werblich für die Radrennbahn nutzen darf, beispielsweise auf der Homepage für ein noch breiteres Publikum, für Förderanträge zur Denkmalpflege oder die Gestaltung von Broschüren.

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