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Bielefelder Fenster- und Fassadenspezialist leidet unter Materialknappheit und erhöht die Preise – Lehren aus der Corona-Krise

Schüco hält an Homeoffice fest

Bielefeld

Deutschlands Marktführer bei Fenstern und Türen mit Aluminiumprofilen Schüco (weltweit 5650 Mitarbeiter) hat im Corona-Jahr 2020 ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Am Ende steht in der Bilanz ein relativ geringer Umsatzrückgang von drei Prozent, womit sich Konzern-Chef Andreas Engelhardt „glücklich“ schätzt. Vor allem aber hat die Corona-Pandemie das Thema Homeoffice in eine völlig neue Richtung gelenkt.

Von Paul Edgar Fels 

Es wird viel gebaut bei Schüco. Insgesamt investiert das Unternehmen am Stammsitz Bielefeld 95 Millionen Euro in neue Büro- und Technologiegebäude. Foto: Frank Peterschroeder

„Noch vor drei Jahren war ich gegen Homeoffice“, gesteht Topmanager Engelhardt am Dienstag. „Ich habe meine Meinung geändert.“ Der Schüco-Chef (62) hat erlebt, dass die Mitarbeiter auch von zu Hause kräftig angepackt haben, um die Krise zu bewältigen. In den Büros herrschte lange Zeit gähnende Leere. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise seien bis zu 90 Prozent der rund 1930 Beschäftigten am Standort Bielefeld im Homeoffice gewesen. „Das wollen wir jetzt nicht ganz zurückdrehen“, sagt Engelhardt. Sein Ziel sei eine „gesunde Mischung“ von 50 bis 60 Prozent der Beschäftigten, die ins Unternehmen kommen. Der Austausch der Kollegen untereinander und das soziale Miteinander seien wichtig. Auch Karriere machen könne man nicht, wenn man nur zu Hause am Bildschirm zu sehen sei. Aber er habe auch erkannt, dass viele Beschäftigte zufriedener sind, wenn sie die Wahl haben, ab und zu von zu Hause aus arbeiten zu können. „Glückliche Mitarbeiter sind besser fürs Unternehmen.“ Weiterer Effekt: In den Bürogebäuden hätten die Mitarbeiter mehr Platz als bisher.

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