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Biologie, Physik und Chemie sind auch außerhalb der Schule interessant

Schüler erforschen ihre Umwelt

Bielefeld (WB)

Viele Projekte für den Wettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren entstehen in Arbeitsgemeinschaften an den Schulen. In diesem Schuljahr musste das Angeb0t an vielen Schulen jedoch ausfallen. Um so größer ist die Leistung der Teilnehmer am Regionalwettbewerb an diesem Samstag zu bewerten. Die vier Bielefelder Projekte bei Schüler experimentieren stellen wir hier vor.

Ulrike Ellerbrock

Mit Beyblades kann man nicht nur spielen: Felix Hartmann hat seine Kreisel auf ihre Unterschiede untersucht und sein Projekt bei „Schüler experimentieren“ im Bereich Physik eingereicht. Foto: privat

Beyblades im Vergleich: Welcher Kreisel dreht sich am längsten? Felix Hartmann besucht das Gymnasium Heepen und spielt in seiner Freizeit gern mit sogenannten Beyblades. Das sind von einer japanischen Mangaserie abgeleitete „Kampfkreisel“. Der Siebtklässler hat seine eigenen Beyblades aus den Kategorien Angriff, Verteidigung, Ausdauer und Gleichgewicht genauer untersucht und dabei Unterschiede im Aufbau festgestellt. Sowohl bei den Spitzen als auch bei den Kanten und der Masse unterscheiden sich die vier Typen. Anschließend stoppte er in einer Versuchsreihe die Zeiten, wie lange sich einzelne Beyblades drehen. Außerdem ließ er jeweils verschieden Kreiseltypen im Wettbewerb gegeneinander antreten. Sein persönlicher Favorit ist der Ausdauertyp.

Mit Teststäbchen hat Hinako Gröger Apfelsaft auf seinen Vitamingehalt untersucht. Foto:

Vitamine im Apfelsaft: Apfelsaft und -schorle gehören zu den Lieblingsgetränken vieler Schüler. Hinako Gröger (Jahrgang 7) von der Marienschule hat den Vitamingehalt in selbst hergestelltem Apfelsaft mit gekauftem Saft sowie Apfelschorle verglichen. Für ihre Tests benutzte sie Vitamin-C-Teststäbchen aus der Apotheke. Wie erwartet war der Vitamingehalt beim frisch gepressten Saft am höchsten, während die Schülerin in Apfelschorle fast gar kein Vitamin C nachweisen konnte. In einem weiteren Versuch untersuchte sie den Einfluss der Lagerung ihres selbst hergestellten Saftes: Bei Zimmertemperatur gingen die Vitamine schnell verloren.

Neues Abfallrecycling: Mykhailo Samarin vom Ceciliengymnasium hat sich mit dem akuten Problem großer Abfallmengen auseinander gesetzt. Zwar gibt es für viele Stoffe bereits effiziente Recyclingmethoden, doch manchmal ist der Aufwand zur Trennung der Materialien, beispielsweise bei plastikbeschichteten Kartons sehr hoch. Der Siebtklässler hat sich ein Verfahren überlegt, bei dem er das Verpackungsmaterial zerschnitten und anschließend mit PVA-Kleber vermischt hat. Auf diese Weise erhielt er einen Verbundwerkstoff, den er auf unterschiedliche Eigenschaften wie die Dichte und die Festigkeit untersucht hat.

Auch Grundschüler können bereits bei Schüler experimentieren teilnehmen. So hat Hanna Yukhymenko von der Stapenhorstschule ein Projekt unter dem Titel „Natürliche Indikatoren für den Säuren-Base-Zustand zur Untersuchung der Umgebung“ im Bereich Chemie eingereicht.

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