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Ministerium: Ferientage haben Bestand – mögliches Lockdown-Ende am Rosenmontag

Schulfrei-Pläne zu Karneval verärgern Eltern

Düsseldorf (WB)

Keine Karnevalsumzüge, keine Karnevalsflucht auf die Skipisten: Doch trotz Corona haben viele Schulen rund um den Rosenmontag am 15. Februar wie gewohnt Ferientage eingeplant. Das empört etliche Eltern. Denn vielen wurde der freie Rosenmontag gestrichen: Die Landesregierung ordnete für Rosenmontag 2021 Dienstpflicht für alle Landesbehörden an.

Claudia Kramer-Santel

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Gunnar A. Pier

Grund für die Ausnahme für Lehrerinnen und Lehrer sind die beweglichen Ferientage, die jede Schule für sich festlegen darf. Das Karnevalswochenende erfreut sich großer Beliebtheit. Und: „Ei­ne Streichung von beweglichen Ferientagen im Jahr 2021 in der Karnevalszeit, die an den einzelnen Schulen bereits festgelegt wurden, ist nicht vorgesehen“, heißt es in einem Brief des Schulministeriums, der un­serer Zeitung vorliegt. Es sei aber denkbar, dass die beweglichen Ferientage auf andere Tage verschoben werden – „durch die Schulkonferenz im Einvernehmen mit Schulträgern“. Ähnlich argumentieren auch die Bezirksregierungen.

Anke Staar, Vorsitzende der Landeselternkonferenz

Das Festhalten vieler Schulen an den Kurzferien bringt die Eltern gleich dreifach auf: Zum einen endet an dem Wochenende nach dem derzeit gültigen Beschluss der Lockdown. Viele hoffen darauf, dass damit auch der schwierige Distanzunterricht aufhört – doch nun gibt es wegen der Ferientage für bis zu drei Tage völlig geschlossene Schulen statt Wechsel- oder Präsenzunterricht. Zweitens: Als der Unterricht vor Weihnachten zwei Tage früher als ursprünglich geplant endete und zwei Tage später startete, kündigte NRW-Schulministerin Yvon­ne Gebauer (FDP) an, dafür könne man die freien Tage zu Karneval streichen. Doch dies wurde in Düsseldorf nicht umgesetzt. Drittens: „Wir fühlen uns als Elternschaft nicht richtig eingebunden“, so die Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Anke Staar.

Der NRW-Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Berthold Paschert, erklärt dagegen: „Wir sehen keinen Anlass, an den Regelungen für Rosenmontag zu rütteln.“ Es gebe langfristige Planungen. Angesichts der Anspannung der Lehrerschaft würde ein Feiertag zum Stressabbau guttun.

Die Streichung des dienstfreien Rosenmontags für die Landesbediensteten begründet NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) mit der Absage der Karnevalsumzüge.

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