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Pfosten sollen Durchgangsverkehr stoppen – auch Elterntaxis zur Schildescher Marienschule ein Problem

Sieboldstraße wird Sackgasse

Bielefeld (WB). Für viele Berufspendler ist die Sieboldstraße eine Abkürzung, für viele Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Marienschule der Ursulinen bringen, der Weg direkt aufs Schulgelände. Um den Verkehr, der in der kleinen Straße in den vergangenen Monaten extrem zugenommen hat, einzudämmen, baut die Stadt an diesem Dienstag Sperrpfosten auf. Damit wird die Sieboldstraße aus beiden Richtungen zur Sackgasse ohne Wendemöglichkeit.

Hendrik Uffmann

Am Beginn des Spielstraßenbereichs aus Richtung Beckhausstraße sollen die Pfosten aufgestellt werden. Foto: Bernhard Pierel

Die Sieboldstraße ist eine Querverbindung zwischen der Engerschen Straße und der Beckhausstraße. Zwischen der Einmündung zur Beckhausstraße und der Einfahrt zum Schulgelände gilt Tempo 30, auf dem Abschnitt von der Schulzufahrt bis zur Engerschen Straße ist die Sieboldstraße eine Spielstraße, in der Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Rechts und links auf der schmalen, gepflasterten Fahrbahn parken in diesem Bereich häufig Autos.

Brief an die Eltern

Außerdem will die Marienschule der Ursulinen gegen den Bring- und Holverkehr der Eltern vorgehen. Das Gelände der Schule dürfe von Unbefugten nicht mehr mit dem Auto befahren werden, und Eltern, die ihre Kinder mit den Auto zur Schule bringen, sollen diese bereits an der Engerschen Straße oder an der Beckhausstraße absetzen. Dort sollen jeweils Elternhaltestellen eingerichtet werden, an denen die Schüler sicher aussteigen können.

Entstehen sollen diese auf dem Parkstreifen an der Beckhausstraße 165 (ein bis zwei Plätze), auf dem Parkstreifen an der Engerschen Straße 69 (ein Platz) sowie an der Einmündung der Straße Am Pfarracker zur Engerschen Straße (zwei bis drei Plätze).

Notwendig seien diese Maßnahmen, da alle Appelle an Vernunft, Verantwortungs- und Umweltbewusstsein nichts bewirkt hätten, heißt es in einem Brief der Schulpflegschaftsvorsitzenden und der Vorsitzenden der „AG Gesundheits- und Umwelterziehung“ der Schule, der an die Eltern gegangen ist und der dem WESTFALEN-BLATT vorliegt.

Die Verkehrssituation sei auch auf dem Gelände der Marienschule untragbar geworden. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schulgelände bringen, gefährdeten immer und insbesondere zu den Stoßzeiten vor der ersten und nach der sechsten Stunde die Sicherheit und Gesundheit der Schüler und störten außerdem in erheblichen Maße die Ruhe der Anwohner, heißt es in dem Elternbrief.

Lehrerparkplatz blockiert

Immer wieder sei es dazu gekommen, dass Eltern die Lehrerparkplatz blockierten sowie auf dem Schulgelände und auch auf privaten Grundstücken an der Sieboldstraße Wendemanöver vollzögen. Dem „übermäßig hohen Verkehrsaufkommen in der dafür viel zu kleinen Sieboldstraße“, so die Schulpflegschaftsvorsitzende und die AG-Leiterin, solle deshalb „ab sofort ein Ende gesetzt werden“.

In dem Elternbrief fordern sie, dass die Eltern ihre Kinder mit Bus und Bahn sowie mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen lassen. Um dies zu unterstützen, arbeite eine Arbeitsgruppe derzeit unter anderem daran, die Fahrradparkplätze auf dem Gelände der Marienschule zu erweitern und zu verbessern.

Wie sich die Verkehrssituation in der Sieboldstraße in den vergangenen Monaten entwickelt hat und warum die Sperrung notwendig ist, will das städtische Amt für Verkehr an diesem Dienstag nochmals erläutern. Dann sollen am Vormittag auch die Sperrpfosten im Bereich des Beginns des Spielstraßenbereichs aus Richtung Beckhausstraße installiert werden.

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