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Polizist verpasst Blitzer „Guntram“ ein Knöllchen – Vorfall „bedauerlich“

„So etwas ist noch nie passiert“

Bielefeld (WB).

„Wir werden das Verwarngeld nicht bezahlen.“ Norman Rosenland, Geschäftsbereichsleiter Verkehrsordnungswidrigkeiten beim Ordnungsamt der Stadt macht deutlich, was er von dem Verwarngeld für den mobilen Blitzer „Guntram“ hält – nichts.

Heinz Stelte 

Der mobile Blitzer an der Sommerstraße erhielt von der Polizei ein Knöllchen, weil er entgegen der Fahrtrichtung stand Foto: privat

Ein Streifenpolizist hatte am Samstagmorgen einem an der Sommerstraße in Brackwede abgestellten Blitzer einen Strafzettel wegen Falschparkens über 15 Euro verpasst. Das Gerät stand entgegen der Fahrtrichtung. „Die Stadt besitzt für ihre Blitzanlagen eine Ausnahmegenehmigung, die Geräte dürfen so stehen,“ ist Rosenland über das „Knöllchen“ mehr als verwundert. „So etwas ist noch nie passiert.“

In den sozialen Medien hatte das „Knöllchen für einen Blitzer“ am Wochenende sogleich hohe Wellen geschlagen. „Das war keine so gute Idee,“ erklärt Norman Rosenland. „Da werden sinnvolle Maßnahmen zur Verkehrssicherheit lächerlich gemacht.“

Auch bei der Polizei sorgte das Verwarngeld für das Überwachungsgerät für Verwunderung. Nach Rücksprache mit dem stellvertretenden Dienststellenleiter und der Stadt habe man „die Sache aus der Welt geschaffen“, erklärt Polizeisprecher Michael Kötter. „Wir finden die ganze Sache auch bedauerlich.“

Er weist darauf hin, dass das Knöllchen für den mobilen Blitzer keine Auswirkungen auf mögliche Bußgeldbescheide hat. „Die Messergebnisse sind durch diesen Vorfall nicht anzuzweifeln, sie haben Bestand.“

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