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Nach Infektionen an drei Schulen in Bielefeld: Abstriche von knapp 80 Schülern und Lehrern im Testzentrum

So funktioniert der Corona-Drive-In

Bielefeld (WB). Vorfahren, Fenster runter, Stäbchen rein, Stäbchen raus – fertig. So funktioniert der Ablauf der Drive-In-Corona-Teststelle in Bielefeld.

André Best und Kai Verleger

Fenster runter, Stäbchen rein: Knapp 80 Schüler und Lehrer sind in der Drive-In-Corona-Teststelle an der Eckendorfer Straße/Ecke Feldstraße getestet worden. Foto: Thomas F. Starke

Michael Mausolf vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist Einsatzleiter des Testzentrums . Die Infektionen an drei Bielefelder Schulen machen den Reihentest erforderlich. 76 Abstriche werden auf dem früheren Gelände der Firma Kahmann & Ellerbrock an der Eckendorfer Straße/Ecke Feldstraße gemacht. Schüler, Lehrer und andere Kontaktpersonen müssen von zehn Mitarbeitern getestet werden. Das Gesundheitsamt hat die betroffenen Schüler und Lehrer vorab über Uhrzeit und Procedere telefonisch informiert. Im Fünf-Minuten-Takt fahren die Autos vor. Den Anfang machen die Betroffenen vom Max-Planck-Gymnasium, knapp 40 Schüler und drei Lehrer. „Sie sind alle erschienen“, sagt Mausolf. Von 10 bis 17 Uhr erfolgen die Abstriche auf freiwilliger Basis.

Die Testpersonen sind seit dem Wochenende in Quarantäne. Für den Abstrich dürfen sie kurz „raus“, müssen danach wieder zu Hause bleiben. Aufgrund der Inkubationszeit dauert der Hausarrest knapp zwei Wochen, auch wenn der Test negativ sein sollte.

Und so funktioniert’s: Die Testpersonen fahren mit dem Auto vor oder werden gefahren. Ein Formular mit Angabe der Personalien muss ausgefüllt werden. Der Abstrich selbst ist schnell erledigt – und schon fahren die Autos wieder fort. Die Proben gehen ins Labor Krone nach Bad Salzuflen. Über die Corona-App erhalten die Getesteten ihre Ergebnisse in den nächsten Tagen direkt aufs Smartphone. Peter Recht von der Johanniter-Unfall-Hilfe und Theresa Gierse vom Arbeiter-Samariter-Bund sind die Mitarbeiter, die die Abstriche vornehmen. „Alles hat gut geklappt“, sagt Michael Mausolf. „Von den 80, die auf der Liste standen, sind 76 erschienen – eine gute Quote. “

Anders als zuletzt fehlt es nicht an Material. Auch die 30 Schüler und vier Lehrer der Realschule Heepen und etwa fünf Schüler des Berufskollegs Bethel werden getestet. Mit Ergebnissen wird in ein paar Tagen gerechnet.

Die Kosten der Hilfsorganisationen ASB und Johanniter werden von der Stadt übernommen. Die Tests selber sind für die Betroffenen kostenlos. Diese Kosten werden aus Bundesmitteln beglichen.

Nach dem Testtag schließt das Corona-Drive-In zunächst wieder. Wenn nochmals Tests in großer Anzahl erforderlich werden, wird es wieder in Betrieb genommen. Nun heißt es: Warten auf die Ergebnisse.

Im Fünf-Minuten-Takt wurden die Abstriche gemacht. Bei Bedarf kann das Testzentrum sofort wieder in Betrieb genommen werden. Foto: Thomas F. Starke
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