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Astrazeneca: Stadt Bielefeld wartet auf grünes Licht der Europäischen Medizinagentur

So geht es weiter beim Impfen

Bielefeld (WB)

Sollte die Europäische Medizinagentur (EMA) an diesem Donnerstag grünes Licht für eine weitere Nutzung des Impfstoffes Astrazeneca geben, werden auch in Bielefeld sofort wieder die Impfungen mit diesem Impfstoff aufgenommen.

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Wenn es ein uneingeschränktes „Go“ der EMA geben sollte, kann die Verimpfung von Astrazeneca in Bielefeld kurzfristig wieder aufgenommen werden. Foto: Thomas F. Starke

„Wenn es ein uneingeschränktes ‚Go‘ der EMA geben sollte, kann die Verimpfung des Impfstoffs in Bielefeld kurzfristig wieder aufgenommen werden. Die Personen, die wegen des Impfstopps ihre vereinbarten Termine nicht wahrnehmen konnten, bekommen vom Impfzentrum eine Mitteilung, wenn der Impfstopp aufgehoben wird und der Termin nachgeholt werden kann“, sagt Bielefelds Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger nach der Abstimmung im Lenkungskreis des Impfzentrums.

Gleichzeitig sei es so, dass die Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs durch die Herstellerfirma in den nächsten zwei Wochen geringer ausfallen als ursprünglich angekündigt. „Wir können zurzeit weniger als gedacht bestellen. Das können wir aber zumindest vorübergehend mit Restbeständen auffangen. Das Ziel ist, so schnell wie möglich wieder in den Normalbetrieb zu kommen und nach der Freigabe möglichst viel Astrazeneca-Impfstoff zu verimpfen“, erklärt Ingo Nürnberger.

Ingo Nürnberger

Eine Veränderung gibt es jetzt auch bei der Impfung von Menschen mit Behinderung, die in besonderen Wohnformen leben oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten. Hier ist aus Kapazitätsgründen keine Impfung mit Astrazeneca mehr vorgesehen, sondern mit dem Impfstoff von Moderna. Dafür räumt das Land seine Moderna-Lager und gibt auch Mengen aus, die ursprünglich für die Zweitimpfungen zurückgehalten wurden. Dies ist aber wegen der von Moderna zugesagten Impflieferungen unbedenklich. Die Impfungen für Menschen mit Behinderung, die in besonderen Wohnformen leben oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten, werden von den Trägern vorbereitet und sollen auch zeitnah beginnen.

Mehr Impfstoff für ältere Menschen

Positiv sei, so Nürnberger, dass die Biontech-Liefermengen steigen. „Dadurch können wir in geringem Umfang zusätzliche Impftermine anbieten. Es lohnt sich also für über 80-Jährige oder deren Angehörigen, sich immer wieder auf 116117.de um einen Impftermin zu kümmern. Wer die Möglichkeit bekommt, seinen Termin vorzuziehen, wird gebeten, auf jeden Fall gleichzeitig den alten Termin zu stornieren. Klar ist aber auch: Jüngere Menschen, zum Beispiel Personen aus den impfberechtigten Berufsgruppen, dürfen sich über das Portal der Kassenärztlichen Vereinigung keinen Impftermin für Biontech holen“, stellt Ingo Nürnberger nach der Sitzung der Lenkungsgruppe klar.

Es käme über das Portal der KV leider immer wieder zu Fehlbuchungen. Das führe dazu, dass junge Menschen einen Biontech-Termin buchen. Nürnberger: „Jüngere Menschen werden am Impfzentrum konsequent abgewiesen, wenn sie sich über das KV-Portal einen Biontech-Termin geschnappt haben. Wir sind uns in der Lenkungsgruppe des Impfzentrums völlig einig, dass wir das nicht hinnehmen. Wir sind noch lange nicht durch bei den Impfungen der über 80-Jährigen. Es geht nicht, dass Jüngere diese Termine blockieren.“

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