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Sparkasse Bielefeld zieht Bilanz

Sorgen vor Insolvenzen in der zweiten Jahreshälfte

Bielefeld

Auf ein außergewöhnliches Jahr blickt die Sparkasse Bielefeld zurück. „Corona hat nicht alles, aber vieles verändert“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Fröhlich.

André Best

Die Sparkasse Bielefeld zieht Bilanz eines außergewöhnlichen Jahres in Zeiten von Corona. Foto:

Kurzarbeit und die Lockdown-Maßnahmen hätten dazu geführt, dass die Sparkasse in 330 Fällen Förderkredite mit einem Volumen von 107,6 Millionen Euro bereit gestellt habe. Davon entfielen 220 Kreditbewilligungen mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro auf die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellten Corona-Kredite. Außerdem wurden Tilgungsaussetzungen in 1.658 Fällen mit Privat- und Firmenkunden vereinbart.

Der Gesamtbestand aller gewerblichen und privaten Kredite stieg auf 4,3 Milliarden Euro (2019: 4,2 Milliarden Euro). Aufgrund der Pandemie haben die Kunden viel gespart und wenig investiert. Die Kundeneinlagen stiegen vergleichsweise kräftig von 5,4 Milliarden auf 5,9 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 9,7 Prozent. Aufgrund niedriger oder sogar Negativzinsen werde die Geldanlage in Wertpapieren weiter zunehmen, sagt Vorstandsmitglied Jennifer Erdmann. Negativzinsen gäbe es bei der Sparkasse mittlerweile auch, aber nur für Einlagen von einer Million Euro und darüber hinaus.

Die Bilanzsumme der Sparkasse Bielefeld stieg im Jahr 2020 auf 7,3 Milliarden Euro. Sie lag damit 566 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Das ist ein Plus von 8,4 Prozent. Das Betriebsergebnis veränderte sich kaum. Insgesamt erwirtschaftete die Sparkasse Bielefeld 54,8 Millionen Euro (Vorjahr: 54,1 Millionen Euro; 2018: 58,2 Millionen Euro). An die Stadt Bielefeld sollen 2,4 Millionen Euro inklusive Steuern ausgeschüttet werden. 2019 waren es noch 4,7 Millionen Euro.

Sorgen macht sich die Sparkasse Bielefeld vor einer möglichen Zunahme von Insolvenzen im Jahr 2021. Aktuell gebe es zwar keinen Grund, über Insolvenzen zu klagen, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Fröhlich, aber im Hinblick auf die zweite Jahreshälfte 2021 seien die Sorgen größer.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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