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Tierpark Olderdissen schließt begehbare Volieren – Ausstellungsverbot für Geflügel

Stadt Bielefeld reagiert auf Vogelgrippe

Bielefeld (WB/hu) Die Stadt Bielefeld trifft Vorbereitungen zum Schutz gegen die Geflügelpest. Das Veterinäramt hat ein generelles Ausstellungs- und Handelsverbot für Geflügel verhängt, im Tierpark Olderdissen sind die begehbaren Volieren geschlossen, Bürger sind aufgerufen, Wildvögel nicht zu füttern und Funde von verendeten Vögeln zu melden.

Gänse am Obersee. Foto: Hans-Werner Büscher

Derzeit sei noch kein Fall der Geflügelpest in Bielefeld bekannt geworden, erklärt Hans-Helmut Jostmeyer, Leiter des städtischen Veterinäramtes. Bislang seien eine Singdrossel, die in der Innenstadt gefunden wurde, und mehrere Kotproben zur Untersuchung in ein Labor in Detmold geschickt worden. Dabei sei jedoch der Erreger H5N8 nicht festgestellt worden.

Schütz für den Tierpark Olderdissen

Zweiter Schwerpunkt sei, den Tierpark Olderdissen zu schützen. Alle Olderdisser Vögel, die eingefangen werden können, sind deshalb in Ställen untergebracht worden. Außerdem sind alle für Besucher begehbar Volieren geschlossen, das Füttern der Vögel ist verboten. Für die Greifvogelaufnahmestation in Olderdissen gelten außerdem strengere Regeln. So müssen Tiere erst vom Tierarzt untersucht werden, bevor sie dort aufgenommen werden.

Außerdem sind Jäger aufgefordert, bei der Entenjagd geschossene Tiere als Proben einzusenden. Die Seepaten am Obersee hat das Amt gebeten, auffällige Funde zu melden. Bürger, die verendete Vögel entdecken, können sich ebefalls melden. Ansprechpartner gibt es auf der städtischen Internetseite. »Vor allem sollte aber auf jedes Füttern von Zugvögeln und an Gewässern verzichtet werden, da Futterstellen mögliche Übertragungsorte sind«, betont Hans-Helmut Jostmeyer.

300 Geflügelbesitzern in der Stadt

Den 300 Geflügelbesitzern in der Stadt mit insgesamt fast 65.000 Tieren rät er, sich auf eine mögliche Stallpflicht einzustellen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Vögel sollten schon jetzt in Ställen gehalten werden, bei deren Betreten sollte Schutzkleidung getragen werden. Sinnvoll seien auch Desinfektionsmatten vor den Eingängen. Vorgeschrieben seien diese Maßnahmen momentan noch nicht.

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