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Reaktion auf hohe Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt

Stadt Bielefeld stockt Corona-Abteilung auf

Bielefeld (WB/mdel)

111 Corona-Neuinfektionen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch für Bielefeld, darunter zahlreiche Nachmeldungen. Weitere 123 kommen laut Stadtverwaltung an diesem Donnerstag hinzu. „Wir sind noch nicht überm Berg“, sagt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger.

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„Wir sind noch nicht überm Berg“, sagt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger (Archivbild). Foto: Bernhard Pierel

Um die hohen Zahlen im Gesundheitsamt arbeitsmäßig bewältigen zu können, sind in der Stadtverwaltung 50 Mitarbeiter von ihren normalen Aufgaben abgezogen und mit ihnen die Corona-Abteilung aufgestockt worden. „Ziel ist es, die Arbeitsrückstände in der Kontaktnachverfolgung und bei den Meldungen ans RKI so gering wie möglich zu halten. Auch die Labore sind am Anschlag, das führt dazu, dass wir zum Teil die Testergebnisse erst mit einigen Tagen Verspätung bekommen, auch das führt zu Nachmeldungen“, erklärt Nürnberger.

Die Nachmeldungen führen dazu, dass die vom RKI tagesaktuell gemeldeten Inzidenzwerte nachträglich korrigiert werden müssen. Am Mittwoch lag dieser Wert bei 189,7 (Dienstag: 232,5).

Aktuell sind 22 Kitas betroffen

Seit Donnerstag sind fast 30 neue Fälle mit einem Bezug zu Schulen dazu gekommen, also zu OGS-Angeboten und zu Abschlussklassen dazu gekommen. „Zum Glück sind noch keine Cluster entstanden, die Teststrategie und die Hygienekonzepte scheinen also weitgehend zu funktionieren. Zudem sind aktuell 22 Kitas betroffen. Das alles führt auch zu vielen Quarantänefällen“, so Nürnberger.

Laut Stadtverwaltung gibt es einen weiteren Sterbefall im Zusammenhang mit Corona: eine Frau im Alter von 93 Jahren. Seit Beginn der Pandemie sind damit in Bielefeld insgesamt 306 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Es gibt mittlerweile 2174 (+31) laborbestätigte Nachweise von Corona-Mutationen in Bielefeld. 2143 Corona-Fälle sind die britische Variante und 15 Fälle die südafrikanische. 16 Fälle sind noch in der so genannten Sequenzierung, bei der festgestellt wird, um welche Variante es sich genau handelt. Der Anteil der Mutanten an allen Neufällen der vergangenen 28 Tage liegt bei 51,3 Prozent. 51,2 Prozent davon hatten die britische Variante, 0 Prozent die südafrikanische und 0,1 Prozent sind noch in der Sequenzierung.

77 Menschen werden aktuell im Zusammenhang mit Corona in den Krankenhäusern behandelt, 30 davon liegen auf der Intensivstation und 21 müssen sogar beatmet werden.

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