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Obwohl sie schon in Bielefeld leben, müssen Wohnmobilisten eine Zweitwohnsitzsteuer zahlen

Stadt bittet Dauercamper zur Kasse

Bielefeld

Nur drei Kilometer entfernt von ihrer Wohnung haben Oliver und Susan Lutter 2019 auf dem Campingplatz in Quelle einen Dauerstellplatz für einen Wohnwagen gemietet. „Vor allem für unsere Söhne Fabian (7) und Felix (4), weil wir keinen Garten haben“, sagt der 45-Jährige. „Das ist toll hier, schon wegen der Spielplätze.“ Jetzt musste er feststellen, dass für dieses Vergnügen auch die Stadt die Hand aufhält. Denn die erhebt von Dauercampern eine Zweitwohnsitzsteuer, selbst wenn sie in Bielefeld ihren Hauptwohnsitz haben.

Von Peter Bollig

Sie fordern die Abschaffung der Zweitwohnsitzsteuer für Dauercamper (von links): Camper Oliver Lutter, Gregor vom Braucke (FDP), Platzbetreiberin Melanie Roolf, Rainer Seifert (FDP), Platzbetreiber Rolf Meyer zu Bentrup und Jan Maik Schlifter (FDP). Foto: Thomas F. Starke

Das treibt auch die Campingplatzbetreiber Rolf Meyer zu Bentrup und Melanie Roolf um, die dazu mehrfach Kontakt mit der Stadt aufgenommen hatten. „Die dürfen eine Zweitwohnsitzsteuer wohl erheben“, sagt Meyer zu Bentrup. Dass diese sich aber auch auf Dauercamper bezieht, ist für ihn schwer nachvollziehbar. „Andere Städte machen das nicht“, ihren Bielefelder Saisongästen müssten sie das immer erklären, dass es diese Steuer gebe.

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