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Senioren ab 80 können von Montag an Termine in Bielefeld vereinbaren

Stadt schickt jetzt die Impfpost raus

Bielefeld (WB)

Sechs Seiten lang ist der Brief, den 22.000 Senioren ab 80 Jahren in Bielefeld voraussichtlich am Samstag als Einladung zum Corona-Impftermin im Briefkasten haben werden. Damit bereitet die Stadt die ersten Impfungen von Menschen außerhalb von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern vor.

Peter Bollig

Am 1. Februar ist Impfstart für Senioren im Impfzentrum der Stadt Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

Los gehen soll es am 1. Februar im Impfzentrum, das die Stadt in der Ausstellungshalle neben der Stadthalle am Willy-Brandt-Platz eingerichtet hat. In seinem Anschreiben an Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind (Stichtag: 31. Januar 2021) wirbt Oberbürgermeister Pit Clausen für die Teilnahme an der Impfkampagne: „Die Impfung ist kostenlos und freiwillig. Doch grundsätzlich gilt: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller ist für alle die Rückkehr zur Normalität möglich.“ Und mit Blick auf durch Falschinformationen geschürte Ängste: „Lassen Sie sich nicht verunsichern.“

Zudem verweist Clausen auf die Möglichkeit, per Taxi anzureisen, falls Bus, Bahn oder andere Fahrgelegenheiten nicht genutzt werden könnten. Wer üblicherweise auf Kosten der Krankenkasse zum Arzt fahren kann, kann seinen Hausarzt nach einem Taxischein für den Impftermin fragen. Wer keinen Anspruch hat aber dennoch mobilitätseingeschränkt ist, kann mit dem Taxi fahren, muss aber mit einem Eigenanteil von 2,50 Euro pro Fahrt rechnen und soll sich mit der Stadt in Verbindung setzen, Telefon 0521/51-6802. Zudem planen Wohlfahrtsverbände, Kirchen und andere Institutionen derzeit, Fahrten zu organisieren.

Zum Ablauf

Das Schreiben an die Senioren enthält neben einem Lageplan des Impfzentrums mit den Zugangswegen auch Hinweise für den Ablauf am jeweiligen Impftermin: So sind das Anschreiben und ein Personalausweis vorzulegen. Ein Mund-Nasen-Schutz ist zu tragen, das gilt auch für Begleitpersonen. Für medizinische Fragen rund um die Impfung ist eine Hotline geschaltet unter der Nummer 0211/91191001.

Details zur Impfung kommen im Brief von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Das Wichtigste: Jeder braucht einen Termin, der vom 25. Januar an unter Telefon 0800/11611702 (täglich 8 bis 22 Uhr) oder per Internet unter www.116117.de vereinbart werden kann. 1400 Impfdosen stehen laut Verwaltung pro Woche zur Verfügung. „Das muss sich erhöhen, sonst dauert das zu lange“, forderte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger am Dienstag.

Geduld müssen Laumann zufolge die über 80-Jährigen aufbringen, die nicht zum Impfzentrum kommen können. Impfungen zu Hause seien erst möglich, wenn ein dafür geeigneter Impfstoff zur Verfügung stehe.

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