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Kritik auch an nicht lesbaren Straßenschildern – Politik greift Thema auf

»Stadt vernachlässigt Markierungen«

Bielefeld (WB/bp). »Der Zustand vieler weißer Farbmarkierungen auf den Straßen ist beklagenswert«, sagt Dietrich Heine, Mitglied des Seniorenrates. Damit sich das zum Besseren ändert, beschäftigt sich der Stadtentwicklungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 4. März (17 Uhr, Else-Zimmermann-Saal, Technisches Rathaus) mit diesem Thema und mit den gleichfalls häufig verschmutzten und unleserlichen Straßenschildern.

Positives Beispiel: Gut zu erkennen sind die Markierungen auf der Beckhausstraße. Foto: Oliver Schwabe

Ziel: ein Konzept zu entwickeln, um Fahrbahnmarkierungen und Straßenschilder in Stand zu halten. Dazu, so der Beschlussvorschlag, alljährlich im Frühjahr eine Bestandsaufnahme erfolgen.

Randstreifen und Markierungen in der Fahrbahnmitte, aber auch eine aufgemalte »30« in Tempo-30-Zonen dienten, so der Seniorenrat, der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Für wenig überzeugend hält Heine, ehemaliges CDU-Ratsmitglied, das Argument, dass sich bei Vorhandensein eines Mittelstreifens die Durchschnittsgeschwindigkeit der Autofahrer um drei Kilometer pro Stunde erhöhe. Im Gegenteil: Ohne Mittelstreifen würde häufig in der Straßenmitte gefahren, besonders auf kurvenreichen Strecken wie etwa der Bollstraße in Stieghorst.

»Die Stadt drückt«

Die Aussage der Stadtverwaltung, eine Ausbesserung der Fahrbahnmarkierungen sei zu teuer, lässt Heine nicht gelten. Bei frisch sanierten oder neu gebauten Straßen könne man sich schließlich von der Qualität der Markierungen überzeugen. Er erinnert daran, dass auf den Autobahnen beim Fehlen von Markierungen ein Tempolimit angeordnet werde. Dass die Stadt sich »drücke«, sei zum Schaden der Einwohner. Fahrbahnmarkierungen, so die Forderung des Seniorenrates, müssten dann, wenn sie beschädigt sind oder nicht mehr reflektieren, »unbedingt erneuert werden«.

Auch bei denen durch Verschmutzung oft unleserlichen Straßenschildern sehe die Verwaltung vor allem Kosten und verweise auf Personalmangel. Es gehe aber auch um Sicherheit oder mindestens die Erhöhung des Sicherheitsgefühls.

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