1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Stadt zieht die Notbremse

  8. >

Kein Einkauf mehr mit Test und Termin in Bielefeld – Rückkehr zum Distanzunterricht

Stadt zieht die Notbremse

Bielefeld

Die Stadt Bielefeld zieht jetzt die Corona-Notbremse: Ab Dienstag wird es keinen Einkauf mehr mit Test und Termin geben, und auch der Wechselunterricht an den Schulen wird wieder auf Distanzunterricht zurückgefahren.

 

Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger kündigt das Ende vom Einkauf mit Termin in Bielefeld an. Schüler sollen zurück in den Distanzunterricht. Foto: Bernhard Pierel

„Das Land hat am Sonntagmittag unserem Vorschlag für eine neue Allgemeinverfügung zugestimmt. Damit gilt ab Dienstag, 20. April, Distanzunterricht“, sagt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger zur aktuellen Corona-Situation. Das gebe den Schulen und den Eltern „wenigstens noch ein bisschen Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen“.

Damit endet für die Schüler nach nur einem Tag wieder der Wechselunterricht. Weil die Allgemeinverfügung erst noch veröffentlicht werden muss, greift die Regelung erst am Dienstag. Eine Empfehlung, die Kinder schon am Montag zu Hause zu lassen, könne man aufgrund der Schulpflicht nicht aussprechen, sagte Stadtsprecherin Gisela Bockermann.

Außerdem regelt die Stadt in der Allgemeinverfügung, dass in Bielefeld am Dienstag das Einkaufen mit Test und Termin (Test&Click&Meet) wieder beendet wird. Damit gilt in Geschäften, die aufgrund ihrer Systemrelevanz nicht ohnehin offen bleiben, wieder die Regelung „Click and Collect“, also die Möglichkeit, Ware zu bestellen und kontaktlos abzuholen, so Gisela Bockermann.

„Wir ziehen damit eine Regelung, die mit der ‚Bundes-Notbremse‘ ohnehin gekommen wäre, um einige wenige Tage vor. Es ist aber weiterhin sinnvoll, das Angebot der kostenlosen Bürger-Testungen wahrzunehmen. Jede frühzeitig festgestellte Infektion hilft uns bei der Eindämmung von Corona“, machte Ingo Nürnberger klar.

Auch die Kitas sind nach den Worten des Krisenstabsleiters aktuell eine Gefahrenquelle für Infektionen. In den vergangenen Wochen mussten viele Gruppen geschlossen werden. Deshalb bittet der Krisenstab alle Eltern mit Kindern in Kitas und in der Tagespflege zu prüfen, ob sie die Kinderbetreuung anderweitig sicherstellen können. Eine damit verbundene Reduzierung der Gruppengrößen schütze die Betreuungspersonen und die Kinder. Ingo Nürnberger: „Ich weiß, dass mit der neuen Allgemeinverfügung wieder Einschränkungen für die Familien und Kinder, aber auch für den Einzelhandel und für die Kultureinrichtungen verbunden sind. Die Entscheidung war aber notwendig.“

Seit vergangenen Dienstag liegt Bielefeld bei der Inzidenz über 180, „am Samstag kratzten wir mit den heute vorgenommenen Nachmeldungen an der 200“, ordnete der Krisenstabsleiter die Lage ein. Die Entwicklung gehe also klar in die falsche Richtung, „und das mit einem hohen Tempo.“

Startseite