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Luisen-Realschule erhält neue Sport- und zugleich Versammlungsstätte

Statt zwei maroder eine moderne Halle

Bielefeld (WB). „Alles im Plan“, freut sich Silke Justen, Projektleiterin des Immobilienservicebetriebs für die Sporthalle der „Luise 2“. Im Oktober 2019 war Baubeginn der neuen Zweifach-Sporthalle mit Bühne, für das Frühjahr 2021 ist die Fertigstellung geplant. Dann können die Schüler der Luisen-Realschule in ihrer neuen Halle Basketball spielen oder am Barren turnen.

Sabine Schulze

Reinhold Peter (Zweiter von rechts) erläutert die Baumaßnahmen: von links Joachim Middendorf, Leiter des Sportamtes, Falko Biermann, Silke Justen, Sven Pachur, Maik Paulini und Georgia Schönemann. Foto: Bernhard Pierel

Die Sporthalle nimmt bereits Formen an. Sie entsteht am Schulcampus, Standort Josefstraße, der 1965 für die damalige Luther-Hauptschule errichtet wurde, nun aber zweites Quartier der Luisenschule ist. Bislang wurden für den Schulsport eine Einfach-Sporthalle, die abgerissen wurde, und die alte Halle der Falk-Realschule von der Luisenschule genutzt. „Mehr Raum haben wir jetzt nicht, aber statt zwei maroder Hallen nun eine wirklich brauchbare, die zudem auf dem Campusgelände liegt“, sagt Schulleiter Sven Pachur.

Fast 60 Meter Baukörper

Ungewöhnlich sind die Maße der neuen Zweifachhalle. „Eigentlich liegen Hallen quer nebenein­ander, hier aber liegen sie hintereinander“, sagt Reinhold Peter, Technischer Betriebsleiter des Bauherrn ISB.

Dadurch ergibt sich ein fast 60 Meter langer Baukörper, der an den Schulerweiterungsbau von 2009 anschließt und einen Vorzug hat: Er erstreckt sich entlang der Walther-Rathenau-Straße und schirmt die zurückliegenden Schulgebäude dadurch von der viel befahrenen Straße ab. Um allerdings eine Sporthalle dieser Größe errichten zu können, musste von der Paulusgemeinde ein unbebautes Grundstück erworben und ein Trafohäuschen der Stadtwerke umgesetzt werden.

Funktion auch im Viertel

5,5 Millionen Euro kostet der Hallen-Neubau. Er wird finanziert aus dem kommunalen Investitionsförderprogramm, weil er zugleich ein städtebauliches Infrastrukturprojekt ist, erläutert Justen: Denn auch wenn der Schulsport Priorität hat, wird die Halle auch von Sportvereinen genutzt werden – allen voran vom Boxclub Vorwärts – und in das Ostmannturmviertel eingebunden sein. Denn eine Besonderheit ist die Bühne an einer Stirnseite, die nicht nur erlaubt, die Halle für Schulversammlungen als Aula zu nutzen, sondern auch für Kulturveranstaltungen. „Schließlich hat auch die Schule selbst eine Quartiersfunktion“, sagt Georgia Schönemann, Leiterin des städtischen Amtes für Schule.

Die beiden Teile der Zweifach-Sporthalle werden jeweils Umkleiden und Duschräume erhalten, sie werden durch einen „Vorhang“ voneinander getrennt. Umkleide, Duschen und die drei Geräteräume sind eingeschossig und werden verklinkert, die Halle mit Stahl-Trapezdach ist acht Meter hoch und wird eloxiertes Trapezblech als Vorhangfassade erhalten. „Bei einem so großen Baukörper muss die Fassade gestaltet und gegliedert werden“, erklärt Architekt Falko Biermann. Transluzentes Glas im oberen Bereich sorgt rundum für eine gute Ausleuchtung ohne ein Erhitzen und ohne die Notwendigkeit einer äußeren Verschattung, der Zugang für die Schüler erfolgt vom Campus aus. „Unsere Belange sind wirklich sehr gut aufgegriffen worden“, freuen sich Pachur und sein Stellvertreter Maik Paulini vom Standort „Luise 2“.

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